Rainer Genilke
Herr Hohloch möchte erwidern – bitte schön. Dennis Hohloch (AfD):* Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Sehr geehrte Kollegin Hildebrandt, ich möchte auf ein Missverständnis beim Thema Mehrsprachigkeit eingehen. Auch darüber haben wir in dem Fachgespräch diskutiert: Es ist ein Unterschied, ob ein Kind in einer Familie aufwächst, in der beide Elternteile kein Deutsch sprechen, und auch in der Schule Deutsch lernt, weil die Heimat- und Familiensprache eben nicht Deutsch ist, oder ob das Kind in einer Familie aufwächst, in der ein Elternteil deutsch und der andere Elternteil nicht deutsch ist. Dann wächst das Kind mehrsprachig auf. Es ist ein großer Vorteil für das Kind, wenn es von Anfang an zwei oder drei Sprachen lernt. Wir haben aber vor allem in Cottbus und in anderen Regionen, in denen der Migrationsanteil wegen Ihrer Massenmigration besonders hoch ist, keine Mehrsprachigkeit. (Beifall AfD) Da haben wir Einsprachigkeit. Vor allem Arabisch und Persisch sind dort die Sprachen, die gelernt werden und die die Kinder können. Wenn Sie diese Migration weiter forcieren, kann auch die Schule nicht mehr viel tun, meine Damen und Herren. Hätten Sie mir zugehört, wüssten Sie, dass ich eine ganze Reihe von Gründen aufgelistet habe, die dazu führen, dass die Probleme in der Sprachbildung unserer Kinder vorhanden sind. Die Migration ist dabei nur ein Punkt. Der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist aber, dass ich diesen Punkt erwähne! Sie verschweigen ihn komplett. Sie verschweigen auch, dass alle Anzuhörenden im Fachgespräch gesagt haben: An unseren Grundschulen muss sofort ein Handyverbot erlassen werden. – Das ziehen Sie nicht einmal in Betracht. Sie lassen das Ministerium nicht einmal prüfen, inwieweit das möglich ist. Sie sparen das einfach aus, obwohl die Kollegen vom BSW das sogar in ihrem Wahlprogramm stehen haben. Sie streuen Ihren Wählern wieder Sand ins Auge, meine Damen und Herren. (Beifall AfD) Zum Thema Sprecherziehung: Schauen Sie sich unseren Antrag an – da geht es auch um die Förderung der Sprechwissenschaft an den Hochschulen unseres Landes. Sprecherziehung ist nun einmal wichtig, weil Lehrer für die Kinder sprachliche Vorbilder sind und sein müssen. Damit die Sprache gut gelehrt werden kann, müssen wir die Sprecherziehung in der Ausbildung unserer Erzieher und Lehrer stärken, anstatt sie weiter zu schwächen, meine Damen und Herren. November 2025 41 Zum Thema Logopädie – letzter Punkt –: Das habe ich nie gesagt; das war Ihre Kollegin. Sie meinte, es ginge darum, dass man dann beim Logopäden frühzeitig einen Termin bekomme. Es geht hier nicht um Leute, die stottern, sondern es geht um Personen, die nicht Deutsch sprechen können. Das ist das Problem nach 35 Jahren SPD-Regierung. (Beifall AfD)
