Kathleen Muxel
Sehr geehrter Herr Präsident! Ich will es auch nicht zu sehr in die Länge ziehen. Aber, Herr Roick, Sie wissen schon, dass wir seit Jahren darüber reden, dass wir selbst als unterste Kante im Forstbetrieb – schlagen Sie mich nicht tot – 1 290 Mitarbeiter brauchten und wir es in der ganzen letzten Legislatur gerade mal geschafft haben, knapp über 900 zu bekommen. Ich rechne mal: Wir hatten also zumindest in den letzten fünf Jahren, in denen ich im Landtag saß, schon 300 Forstarbeiter zu wenig, und die Landesregierung war nicht in der Lage, diese Forstarbeiter beizubringen. (Wolfgang Roick [SPD]: 1 300 Stellen hat die Forstverwaltung!) Es gab auch immer die Maßgabe – ich kann mich an diese Ausschusssitzungen noch erinnern –, dass wir in Kunsterspring nur 30 oder 33 Leute pro Jahrgang ausbilden. Da sagte ich immer, dass das zu wenig ist, weil wir ja auch einen gewissen Abgang berücksichtigen müssen. Von den jungen Leuten bleiben nicht alle in Brandenburg, und es werden sich auch nicht alle Arbeit im Landesbetrieb Forst suchen. Insofern war es doch eine berechtigte Sache, dass wir uns im Ausschuss darüber einig waren, dass endlich mehr ausgebildet werden muss; da haben Sie völlig recht. Es ist nur so, dass wir seit Jahren ein Defizit an Forstmitarbeitern haben, die den Wald überhaupt erst ertüchtigen, sodass ein Waldumbau machbar ist. Ich frage mich wirklich, wie diese Großprogramme – demnächst in der Lausitz – vonstattengehen sollen. Welche der jetzt schon zu wenig vorhandenen Arbeiter wollen Sie denn abziehen, um die Lausitz aufzuforsten? (Beifall AfD)
