Kathleen Muxel
Sehr geehrter Herr Präsident! Vielen Dank zunächst an den Kollegen für die Kurzintervention. Ich muss sagen, ich bin jetzt, nachdem ich mir in der vorherigen Legislaturperiode fünf Jahre lang angehört habe, wie schlimm doch die Kiefer für den Boden sei, und immer versucht habe, zu erklären, dass bestimmte Bäume auf bestimmten Böden gar nicht anders wachsen und wir froh sein können, dass wir die Kiefer – auch wenn wir Reparationswälder haben, was ja unbestritten ist – überhaupt haben, schier begeistert, dass es hier zu der Erkenntnis gekommen ist: Die Kiefer ist kein verteufelter Baum mehr. Ich freue mich ja. (Beifall AfD) Dann zu Herrn Brüning, den ich natürlich auch sehr schätze: Wo steht denn in unserem Antrag, dass wir Saatgut nur in staatlichen Baumschulen brauchen? Es geht darum, dass wir grundsätzlich genügend Saatgut oder kleine Bäume zur Verfügung haben. Wenn ich an die Lausitz und die Erstaufforstung denke – es wird ja hier immer so schön von den Großindustrieansiedlungen gesprochen –, sind wir ja im Gebiet von Tesla betroffen: 300 Hektar. Da muss ich sagen: Ich bin kein Freund von Ausgleichszahlungen, sondern der Meinung, dass man diese 300 Hektar wieder neu aufforsten muss. Das werden Sie aber nicht tun. Wenn Sie irgendwo irgendwelche Vögel irgendwelche Samen suchen lassen, brauchen wir erst einmal eine Vogelstation, um überhaupt so viele Vögel heranzubekommen, dass sie dieses ganze Saatgut verteilen können. Nun noch einmal zum Thema Abstimmung und wie unser Abstimmungsverhalten sein wird: Wir werden uns zu dem Antrag der Regierungskoalition enthalten. Ich sage Ihnen auch, warum wir ihn nicht ablehnen werden. Wie mein Kollege schon sagte: Punkt 2 und Punkt 7 sind definitiv Forderungen der AfD aus der letzten Legislaturperiode. Wir haben wirklich auf Sie eingeredet – es ging schon gar nicht mehr anders –, dass Sie die Haushaltsmittel im Haushaltsausschuss bereitstellen und dafür Mittel bereitstellen, dass es wieder genügend Arbeiter im Wald gibt, nämlich Forstarbeiter, und wir eine zweite Waldarbeiterschule brauchen. Dass Sie das erst fünf Jahre später erkennen und umsetzen, ist aber nicht ganz unser Problem. Außerdem muss ich sagen: Natürlich können wir auch nicht gegen Ihren Antrag stimmen, denn unter Punkt 7 haben Sie geschrieben: „[…] mit dem Ziel einer Erhöhung der Verfügbarkeit von geeignetem Saat- und Pflanzgut das Vermehrungsgutkonzept des Landesbetriebs Forst Brandenburg umzusetzen […]“. Ja, was denn nun? Braucht der Landesbetrieb Forst nun eine Erhöhung oder ist, wie die Ministerin sagte, alles schon da? Dann brauche ich ja keine Erhöhung, wenn ich zu viel habe. Also werden wir uns dazu natürlich enthalten. Genauso werden wir uns beim Antrag der CDU enthalten. Ich würde nur für die Zukunft sagen: Wir sind uns alle einig, dass wir den Wald als Lebensraum brauchen. Jetzt sage ich noch einen Satz, und zwar von den Familienbetrieben Land und Forst, nämlich den privaten Waldbesitzern, in einem Schreiben vom 14. November 2025: Das Prinzip gerät jedoch zunehmend unter Druck. Die EU-Kommission – und in Deutschland wird sich viel an die EU gehalten – erschlägt unsere Forstwirtschaft nicht nur mit erdrückender Bürokratie, sondern verhindert im Rahmen des sogenannten Green Deals, dass wir den Wald für eine Zukunft wirklich vor uns haben. – Vielen Dank. (Beifall AfD)
