Dominik Kaufner
Gut. (Uwe Adler [SPD]: Gebt dem Mann Wasser!) Sehr geehrter Herr Vizepräsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Brandenburger! „Wissenschaftlich völlig ungültig“ – so bewertet die internationale Forschung eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die nicht nur den Ruf des Instituts, sondern auch Deutschlands und Brandenburgs als Wissenschaftsstandort in der Welt schwer beschädigt hat. Die „Welt“ schrieb – Zitat –: Es ist „einer der größten Wissenschaftsskandale der vergangenen Jahre“. Noch im April letzten Jahres waren die Schlagzeilen voll mit dem hysterischen Alarmismus dieser sogenannten Studie. Der „Spiegel“ warnte etwa – ich zitiere –: „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“. – „Die Tagesschau“ verkündete: „Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“. Das PIK hatte diese Panikmache wie üblich selbst befeuert. Auch hier zitiere ich: Selbst wenn der CO -Ausstoß ab heute drastisch 2 gesenkt werden sollte, ist die Weltwirtschaft aufgrund des Klimawandels bereits zu einem Einkommensverlust von 19 % bis 2050 verurteilt. – Das schrieben die selbst ernannten Weltuntergangspropheten in einer Pressemitteilung. Nachdem nun Wissenschaftler aus aller Welt diese Pseudostudie gründlich zerpflückt haben, hat das PIK versucht, zurückzurudern, und es dabei nur noch schlimmer gemacht. Der Schaden besteht aber nicht nur darin, dass sich Deutschland und Brandenburg mit solchen Forschern vor der Welt lächerlich gemacht haben und dass auch das Wissenschaftsmagazin „Nature“, in dem diese Studie erschien, seither schwer beschädigt ist. Längst haben die Ergebnisse dieser sogenannten Studie Eingang in politische Entscheidungen gefunden, die ihrerseits unsere Wirtschaft bedrohen: OECD, Weltbank, EZB und alle möglichen Regierungen in der Welt richten ihre Politik nach den Potsdamer Empfehlungen aus. Die Verwicklung von Klimaforschern mit Politik und Finanzinstituten ist offenkundig; sie wird in diesem Fall auch in der „Welt“ thematisiert. Tatsächlich stoßen wir hier auf die Kernproblematik: den Missbrauch von Wissenschaft als Vehikel für Macht, Einfluss und Geld. Hans Joachim Schellnhuber etwa, der Christian Drosten der Klimaforschung, ist mit seiner Kipppunkt-Apokalypse einer der Stichwortgeber einer solchen Politik. Übrigens gilt dieser Kipppunkt-Käse international inzwischen schon als zweifelhaft. Bei Kritik an den Lehren dieser Endzeitsekte gehen ihre Jünger heutzutage gnadenlos gegen die Häretiker, auch als „Klimaleugner“ bekannt, vor. Natürlich ist die Frage berechtigt, ob der Mensch weiterhin fossile Brennstoffe auf diese Art verfeuern sollte. Eine zeitgemäße Nutzung beispielweise von Atomenergie ist aber ebenfalls nicht erwünscht, und Herr Minister Keller hat ja vorhin wieder einmal zur Schau gestellt, dass er noch nie etwas von moderner AKW-Technologie gehört hat. (Beifall AfD) Um eines an dieser Stelle gleich klarzustellen: Selbstverständlich gibt es einen Klimawandel. Es hat ihn immer gegeben. Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation, der Aufstieg und Untergang von Hochkulturen, Wanderungsbewegungen und Kriegszüge sind in der Geschichte der Menschheit nicht zuletzt an klimatische Veränderungen gekoppelt, die es, wie gesagt, immer gab. (Vereinzelt Beifall AfD) Der Übergang von Jägern und Sammlern zu Ackerbauern und Viehzüchtern, die Entstehung der Hochkulturen am Nildelta zwischen Euphrat und Tigris, die Kulturen von Uruk und Sumer wurden durch klimatische Veränderungen begünstigt. Der spätbronzezeitliche Kollaps, der zum Untergang der mykenischen und minoischen Kulturen, des hethitischen wie des ägyptischen Neuen Reiches führte, wurde durch eine Klimaverschlechterung zumindest mitverursacht. Die griechische Kolonisation und die römische Expansion unter Augustus fallen in eine Zeit der Erwärmung, so wie andererseits der Untergang des Weströmischen Reiches und des Sassanidenreiches und die Wanderungen von Nomadenvölkern aus der asiatischen Steppe in die Zeit der spätantiken Kleinen Eiszeit fallen. (Beifall AfD) Während des Klimaoptimums war der Anbau von Wein in Ostpreußen, Schottland und Südnorwegen möglich, von Datteln und Feigen auch in Süddeutschland. In die Zeit des Klimaoptimums fielen der Bau der romanischen und gotischen Dome, die deutsche Ostkolonisation, die Reconquista in Spanien, die Siedlung von Wikingern in Grönland, während ein klimatischer Umschwung zu Beginn des 14. Jahrhunderts wiederum zu Hungersnöten führte, die eine geschwächte Bevölkerung dem Schwarzen Tod auslieferten. Die Erinnerung an die bittere Kälte der langen Winter der zweiten Kleinen Eiszeit haben sich bis heute im kollektiven Gedächtnis gehalten – so kennt man es zum Beispiel aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Meine Damen und Herren, die Vorstellung von einem unveränderlichen Klima ist unfassbar naiv. (Beifall AfD) Die Behauptung, das Klima politisch konservieren zu können, ist ein Betrug – ganz gleich, wie man den anthropogenen Faktor des Klimawandels bewertet. Die Hybris dieser Machbarkeits- und Fortschrittsdoktrin könnte man kopfschüttelnd abtun, wenn die daraus resultierenden Schäden nicht so gravierend wären. Sie ist wirtschaftsfeindlich, denn sie ruiniert unsere Brandenburger Unternehmen mit einer unsinnigen Energiewende. Sie ist unsozial, denn sie belastet Haushalte mit mittleren und niedrigen Einkommen immens. Sie ist gesundheitsschädlich, weil alle, die neben Windkraftanlagen wohnen, von ihnen beeinträchtigt werden, und sie ist umweltschädlich, denn sie zerstört unsere Natur mit Windkraft- und PV-Anlagen. (Beifall AfD)
