Julia Sahi
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich stelle noch einmal etwas klar: Die von KMG verkündete Schließung ist eine freie Unternehmerentscheidung. Das heißt, KMG hätte auch entscheiden können, den Standort Wittstock auszubauen und noch weitere Leistungen zu beantragen. Sie haben sich aber nicht dafür entschieden. Das ist keine Weisung von jemandem, und es ist bestimmt auch keine Weisung des Ministerpräsidenten. Ich glaube, das wissen wir auch alle. Da sind wir uns einig. Mein Eindruck ist auch, dass die, die es sich jetzt gerade leicht machen, vor allem die AfD und die CDU sind. (Dr. Jan Redmann [CDU]: Wie bitte?) Und ich bin – Pardon, Herr Redmann – der Meinung, dass all das, was Sie jetzt zu Recht gefragt haben – all die offenen Fragen, die es jetzt zu klären gibt, nämlich: Wer die Poliklinik in Wittstock wo und mit wie viel Sitzen betreiben wird –, am Runden Tisch, der in Wittstock ja einberufen worden ist, geklärt werden müssen, und zwar auch gemeinsam mit den Leuten vor Ort. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW – Dr. Jan Redmann [CDU]: Ja, alles klar!) Zudem möchte ich wiederholen, dass alle anderen Häuser drum herum seit Jahren und Jahrzehnten Sicherstellungshäuser sind – das heißt: Die sind schon lange vor dieser Schließung für die Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung in Brandenburg ausgewählt worden –, und vermutlich hat der Standort Wittstock auch deswegen schlechtere Karten gehabt. So würde ich das sehen. Das möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben. Gucken Sie sich unseren Antrag noch einmal an, stimmen Sie den Anträgen zu. – Danke schön. (Beifall SPD und BSW – Daniel Münschke [AfD]: Sie werden ja immer leiser!) – Man muss nicht immer laut sein. Wer einen hören will, der hört einen auch. – Danke. (Beifall SPD – Daniel Münschke [AfD]: Aber wenn man Sie nicht versteht, ist es schwierig!)
