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Jouleen Gruhn

17.07.2025 Sitzungen 8/18

Vielen Dank. – Wir dürfen bei dieser Gelegenheit die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Brandenburg an der Havel, die auf Einladung der Abgeordneten Frau Kornmesser hier sind, begrüßen. (Beifall SPD, BSW und CDU) Ebenso begrüßen wir – soweit sie sich schon auf der Tribüne befinden – die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus Brandenburg, die auf Einladung des Abgeordneten Erik Stohn bei uns sind. (Beifall SPD und CDU sowie vereinzelt BSW) Wir sind noch nicht am Ende der Rednerliste angelangt. Als Nächster hat Herr Abgeordneter Hohm von der AfD-Fraktion das Wort. Bitte sehr. Jean-Pascal Hohm (AfD):* Werte Frau Präsidentin! Werte Kollegen Abgeordnete! Kurz vor der Sommerpause sprechen wir nun also noch einmal über den Sport in Brandenburg – und das ist gut, denn Brandenburg hat eine lebendige Vereinslandschaft und hat in der Vergangenheit großartige Spitzensportler hervorgebracht. Brandenburg ist Sportland und soll dies auch bleiben. (Beifall AfD) Ich bin selbst seit dem sechsten Lebensjahr im Vereinssport in Brandenburg aktiv (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Sieht man!) – natürlich sieht man das –, (Daniel Münschke [AfD]: Oder auch nicht! – Heiterkeit AfD) und die CDU spricht in ihrem Antrag sehr viele wichtige Dinge an, so zum Beispiel die Sportstätten im Land Brandenburg, die stellenweise sehr sanierungsbedürftig sind. In dieser Hinsicht steht das Sportland dem Brücken- und Straßenland Brandenburg leider in kaum etwas nach. Deswegen ist die Fortsetzung des Goldenen Plans Brandenburg zur Ertüchtigung, zur Modernisierung und zum Erhalt der Sportstätten richtig und wichtig. (Beifall AfD – Zuruf des Abgeordneten Daniel Keller [SPD]) Wir sollten das machen. Aber wir sollten uns als Parlamentarier – und auch als Landesregierung – nicht nur dafür auf die Schulter klopfen, dass wir die Gelder, die wir vom Steuerzahler erhalten haben, vernünftig verteilen, sondern wir sollten auch all jenen Menschen danken, die sich privat engagieren und privates Geld in die Hand nehmen, um Sportstätten zu ertüchtigen, um Vereine zu unterstützen und um Vereinssport lebendig und erlebbar zu machen. Das sind Unternehmer, das sind Einzelpersonen, das ist der Mittelstand – und das zeigt, dass der Mittelstand bei uns in Brandenburg das Rückgrat ist, gesamtgesellschaftlich, aber auch und vor allem im Sport. (Beifall AfD) Auch Entbürokratisierung ist wichtig. Wir brauchen Jugend- und Talentförderung, und wir brauchen auch eine stärkere Fokussierung auf den Schulsport, denn der Schulsport ist oftmals Initialzündung, um sich auch im Vereinssport zu engagieren. Deswegen unterstützen wir den Antrag der CDU. Aber, liebe Kollegen der CDU, eine zentrale Herausforderung klammern Sie in Ihrem Antrag leider aus, und das ist der demografische Wandel, besser gesagt die demografische Katastrophe. Wenn wir die Presseschlagzeilen von heute betrachten, in denen wir lesen müssen, dass die Geburtenrate so niedrig ist wie nie zuvor, dann betrifft das nicht nur die gesamte Gesellschaft, sondern auch den Sport, denn weniger Kinder bedeuten auch weniger Sportler, weniger Vereinsmitglieder und weniger Mannschaften. Wer gerade im ländlichen Raum mit offenen Augen unterwegs ist, der sieht, dass immer mehr Vereine vor Herausforderungen stehen, in allen Altersklassen genügend Personen für eine Mannschaft zusammenzubekommen. Da, wo früher drei, vier Teams aktiv waren, hat man heute Spielgemeinschaften und vielleicht noch eine Mannschaft. Das ist eine Folge dieser demografischen Entwicklung. Dieser müssen wir uns annehmen, wenn wir wollen, dass der Sport in Brandenburg auch langfristig eine Zukunft hat. (Beifall AfD) Darum braucht es Maßnahmen, die es für junge Paare attraktiv macht, Familien zu gründen. Wir müssen Familien steuerlich entlasten sowie Kitas und Schulen bauen, sanieren und modernisieren. Wir müssen die innere Sicherheit in unserem Land wiederherstellen, und wir brauchen ganz allgemein eine Politik, die Menschen wieder mit Zuversicht in die Zukunft blicken lässt. (Lachen bei der SPD) Das Nachwuchsproblem betrifft aber nicht nur die Sportler, sondern – und das fehlt mir in dem Antrag leider etwas – auch die Richter und Schiedsrichter. Denn ohne Richter und Schiedsrichter gibt es keinen Wettkampf – und wir können jedem dankbar sein, der sich mit 60 und teilweise mit 70 Jahren, bei 35 °C im Schatten auf den Fußballplatz stellt, wo es bekanntlich keinen Schatten gibt, um zu gewährleisten, dass auch in unteren Ligen noch ein vernünftiger Wettkampfbetrieb stattfinden kann. Wir brauchen also den Nachwuchs. Wir müssen junge Menschen dazu ermutigen, sich auch als Schiedsrichter zu melden. Wir müssen sie unterstützen – das ist ein Aufruf an alle Sportskameraden –, und wir müssen jungen Leuten, die das tun, auch mit Respekt gegenübertreten, denn es ist zum Teil eine große Verantwortung, die sie übernehmen. Dafür verdienen sie unsere Unterstützung. (Beifall AfD) Zum Abschluss: Wer wie ich fast jedes Wochenende auf den Sportplätzen Brandenburgs unterwegs ist, der weiß: Ganz oft hängt es an engagierten Einzelpersonen, die ihr Privatleben hintanstellen, um das Vereinsleben mit Leben zu füllen. Diese Menschen müssen von uns ein ganz großes Dankeschön erhalten, denn Vereine sind wie die Feuerwehren – die haben wir heute Morgen thematisiert – ein Ankerpunkt für die Gemeinschaft. Ohne Gemeinschaft keine Solidarität, ohne Solidarität kein gesellschaftlicher Zusammenhalt – und ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt kann kein Staat gemacht werden. Wir als AfD unterstützen jede Maßnahme zum Erhalt einer vielfältigen Sportlandschaft. Brandenburg ist Sportland, Brandenburg soll Sportland bleiben. Doch ein Sportland ohne Jugend hat keine Zukunft. Wir aber wollen, dass unsere märkische Heimat und die vielen Vereine in ihr eine Zukunft haben, und dafür werden wir weiterhin mit Leidenschaft streiten. – Ich danke Ihnen. (Beifall AfD)

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