Kristy Augustin
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich in Kürze auf die Vorrednerinnen und Vorredner eingehen. Frau Poschmann, Sie wollten keine Frage meines Kollegen Dr. Jan Redmann zulassen. Er wollte Sie gern fragen, ob Sie denn nicht finden, dass Unterricht nur stattfinden kann, wenn auch tatsächlich ein Lehrer vor den Schülern steht. Wir haben ja jetzt mehrfach angesprochen, wie viel Unterricht ausgefallen ist, ersatzlos gestrichen wurde oder vertreten werden musste. Sie sagten weiterhin, Frau Poschmann, dass Sie nichts im Antrag fänden, was nicht ohnehin schon bildungspolitische, schulische Tradition sei. Tut mir leid – ich bin jetzt elf Jahre im Bildungsbereich dabei –, ich kenne die Tradition, dass wir trotz Lehrermangel im Haushalt Lehrerstellen kürzen, nicht. Das ist für mich keine Tradition! (Beifall CDU sowie vereinzelt AfD) Herr Hohloch, Sie sagen, es sei nicht unsere Aufgabe, die Landesregierung zu loben – da sind wir einer Meinung. Aber ich sage Ihnen: Ein Antrag ist auch eine Möglichkeit der Opposition, einem Ministerium, das ja ungleich mehr Mitarbeiter hat, einen Auftrag zu geben, ohne schon die Umsetzung an sich zu thematisieren. Mit einem Nachtragshaushalt wäre es natürlich möglich, das umzusetzen, was wir fordern. Aber lassen Sie uns das als Oppositionsfraktion, dass wir das als Ziel ausgeben, als Auftrag aufgeben.
