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Steffen Freiberg

20.06.2025 Sitzungen 8/16

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, die Einrichtung einer Jahrgangsstufe 11 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien erfordert gemäß Nr. 8 Abs. 1 der VV-Unterrichtsorganisation mindestens – mindestens! – 40 Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen des Anmeldeverfahrens für die 11. Jahrgangsstufe der gymnasialen Oberstufe haben sich lediglich 29 Schülerinnen und Schüler mit einem Erst- und 13 Schülerinnen und Schüler mit einem Zweitwunsch für den Besuch an der Hans-Klakow-Gesamtschule angemeldet – es ist wichtig, das zu differenzieren; ich komme gleich darauf zurück. Diese Anmeldezahlen sind nicht ausreichend, um eine 11. Jahrgangsstufe einrichten zu können. Die von Ihnen genannte Zahl wird sich aus zwei Gründen reduzieren. Einen davon haben Sie bereits in Ihrer Fragestellung genannt: Es werden nicht alle Schülerinnen und Schüler die erforderliche Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerben; das ist bedauerlich. Erfreulich ist jedoch, dass die Schülerinnen und Schüler – und zwar alle –, die sich mit dem Zweitwunsch angemeldet haben, die Gesamtschule in Brieselang nicht besuchen werden, da sich ihr jeweiliger Erstwunsch am beruflichen Gymnasium Havelland bzw. an der Gesamtschule Immanuel Kant in Falkensee realisieren lässt. Es ist also damit zu rechnen, das von den in Rede stehenden 42 Schülerinnen und Schülern, die sich mit Erst- oder Zweitwunsch angemeldet haben, letztlich lediglich ca. 25 für den Schulbesuch an der betreffenden Schule infrage kommen. Damit lässt sich selbst bei einer eingeschränkten Wahlmöglichkeit ganz klar kein stabiles Kursangebot für die Schülerinnen und Schüler organisieren – das übrigens nicht für ein Schuljahr, sondern für drei Schuljahre gewährleistet werden müsste. Die Gesamtschule in Brieselang ist Bestandteil der Schulentwicklungsplanung, und sie ist für den Landkreis Havelland wichtig, um perspektivisch ausreichend Schulplätze für die gymnasiale Oberstufe vorzuhalten; das ändert sich durch diese Entscheidung nicht. Daher wurden am 9. Mai und am 10. Juni in zwei Beratungsgesprächen jeweils unter Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Schulamtes Neuruppin, der Gemeinde Brieselang als Schulträger, dem Landkreis Havelland, der Schule und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport konkrete zukunftsgerichtete Verabredungen zur Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe am Standort getroffen. Diese umfassen unter anderem Informationsveranstaltungen für die Eltern und die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Brieselang und der Oberschulen in der Region – gegebenenfalls auch unter Teilnahme des MBJS –, Informationen zur Anmeldung – auf der Homepage und gegebenenfalls in sozialen Medien – und die gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgangsstufe 9, damit der Abschluss der Fachoberschulreife mit Qualifikation erreicht werden kann. Darüber hinaus wird es Gespräche zur Abstimmung und zur Organisation der gymnasialen Oberstufe zwischen dem Staatlichen Schulamt, dem MBJS und der Schule geben, zum Beispiel zum Angebot der Leistungskurse. Die Schule bereitet auf dieser Grundlage, dieser Verabredung, einen konkreten Zeitplan zur Umsetzung der Maßnahmen bis Schuljahresende – also quasi jetzt – vor, um die Einrichtung der gymnasialen Oberstufe ab dem Schuljahr 2026/2027 wieder zu ermöglichen. Bei dieser Gelegenheit sei mir gestattet, mich beim Abgeordneten Funke zu bedanken, der zwischen den beiden Beratungsterminen ein Gespräch mit der Bürgermeisterin und weiteren Vertreterinnen der Gemeinde organisiert hatte. Das war der Vorbereitung des zweiten Abstimmungsgespräches vor Ort sehr dienlich. – Herzlichen Dank.

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