Marlon Deter
Frau Ministerin, ich glaube, so weit sind wir gar nicht voneinander entfernt. Aber sowohl Ihre Rede, Frau Ministerin, als auch die Reden vieler Abgeordneter enthielten jede Menge Ablenkungsfloskeln. Die meisten Ihrer Ausführungen hatten jedenfalls mit dem, was ich hier vorgetragen habe, überhaupt nichts zu tun. (Beifall AfD) Es waren auch nicht nur die üblichen Ablenkungen, sondern wir haben eine Parade von Unterstellungen und ein permanentes Politisieren erlebt. Aber genau dieses Thema taugt dafür eigentlich nicht. Frau Sahi, ich weiß nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass Sie sehr getriggert waren. (Beifall AfD) Mit Ihrer Rede haben Sie Schutz suchende Frauen eigentlich politisch missbraucht, würde ich sagen. So sehe ich das; tut mir leid. (Beifall AfD) Ich wiederhole das, was ich schon im Ausschuss gesagt habe – anscheinend muss ich es immer wieder sagen –: Ich habe mit keinem Wort einen Unterschied zwischen den schutzbedürftigen Frauen gemacht. Eine solche Unterscheidung ist für mich kein Thema und kann es auch gar nicht sein. (Vereinzelt Beifall AfD – Zuruf des Abgeordneten Ludwig Scheetz [SPD]) Was mich wirklich stört: Man bekommt in all den Diskussionen ja doch einiges mit. Gestern ist hier des Öfteren das Wort „würdelos“ gefallen. Einige Redebeiträge der anderen Fraktionen waren von ihrem Charakter her fast schon würdelos. (Beifall AfD) Wenn man nur „bunt“ denkt – das scheint in vielen Ihrer Köpfe verankert zu sein –, kriegt man die Grautöne vielleicht nicht mehr so richtig mit. An das Rednerpult zu gehen und bei einem Thema, das dafür gar nicht taugt, gleich so draufzuhauen, ist schon ein bisschen eigenartig. (Beifall AfD) Von der Systematik her ist es so – das ist eindeutig feststellbar –: Es gibt Symptome, und es gibt Ursachen. Auch wenn wir nur bei den Symptomen sind und dabei irgendwie der Aspekt „Migrationshintergrund“ eine Rolle spielt, flippen Sie alle schon aus. (Beifall AfD)
