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Julia Sahi

SPD 18.06.2025 Sitzungen 8/15

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Gewalt gegen Frauen ist keine Randerscheinung: Etwa jede dritte Frau in Deutschland erlebt seelische, körperliche oder sexualisierte Gewalt. – In modernen Gesellschaften weiß man längst: Ein aufgeklärt offener Umgang mit dem Thema ist entscheidend, um frühzeitigen Schutz und wirksame Prävention zu liefern. Zur AfD: Rückwärtsgewandte Rollenbilder, patriarchale Strukturen, Verdrängung und Scham begünstigen Gewalt gegen Frauen – auch in Brandenburg. Das sollten Sie sich immer wieder vor Augen halten! (Beifall SPD, BSW und CDU – Torsten Arndt [AfD]: Warum wir?!) Es ist durchaus beängstigend und subtil zynisch, was uns die AfD hier serviert. Unsäglich sind Anträge, die vorgeben, sich auf die Seite von Opfern zu stellen, und dabei einfach auf das riesige Mobilisierungspotenzial eines hoch emotionalen Themas abzielen. Als frauenpolitische Sprecherin macht mich dieses bemitleidenswerte Manöver einfach wütend! (Beifall SPD, BSW und CDU) Zynisch ist, dass Ihr gedankliches Antragsgut der Gewalt gegen Frauen sogar Vorschub leistet, wenn Sie Gewalt gegen Frauen zu einer Frage von Kultur, Religion und Ethnie erklären oder wenn Sie sie einfach Migrantinnen und Migranten als eine Art „Importproblem“ zuschreiben. (Torsten Arndt [AfD]: Es ist so!) Ja, 53 % der Bewohnerinnen brandenburgischer Frauenhäuser haben eine Migrationsgeschichte. Damit liegen wir knapp unterm Bundesdurchschnitt. Daraus zu schlussfolgern, dass Migration die Hauptursache für Gewalt ist, ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch politische Brandstiftung auf dem Rücken unserer Frauen. (Beifall SPD)

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