Steffen Freiberg
Herr Vizepräsident! Sehr geehrte Frau Abgeordnete, es ist korrekt, dass an der Grundschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ Leegebruch zum aktuellen Schuljahr 2024/25 aufgrund der erhöhten Schülerzahlen vier erste Klassen gebildet wurden, wobei die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf bei mir auf dem Zettel eine andere ist, als Sie sie beschreiben. Ich will mich aber jetzt nicht darüber streiten. Die Klassen umfassen jeweils 17 bis 20 Schülerinnen und Schüler. Die Grundschule verfolgt seit dem 1. August 2018 das Konzept des gemeinsamen Lernens, wobei Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen in einem Klassenverband lernen sollen. Für das Schuljahr 2025/26 werden die vier Klassen der ersten Jahrgangsstufe in drei Klassen der zweiten Jahrgangsstufe überführt. Es ist zudem geplant, dass eine weitere, jahrgangsübergreifend zusammengesetzte Klasse mit bis zu maximal 20 Schülerinnen und Schülern gebildet werden kann, die aus zukünftigen Erstklässlern und dann Zweitklässlern besteht. Die Klassenzusammenlegung stellt einen schulorganisatorischen Prozess dar, der den Verwaltungsvorschriften über die Unterrichtsorganisation entspricht. Das Handeln ist nach den Rechtsvorschriften nicht zu beanstanden. Und ich möchte hier die Gelegenheit noch einmal nutzen – auch mit Blick auf die zurückliegende Wahlperiode –, um deutlich zu machen, dass das ein üblicher und ganz normaler Prozess ist, der an Schulen von der ersten bis zur zwölften oder 13. Jahrgangsstufe immer wieder stattfindet. Wenn wir zu allen Einzelfällen Anfragen erörtern – das können wir tun –, freuen sich die Kolleginnen und Kollegen; sie müssen dann nämlich nicht mehr ans Mikro. Zurück zu dem Einzelfall: Die Schulleitung ist sich sowohl der Beziehung zwischen den Schülerinnen und Schülern als auch zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften wohl bewusst. Die Schulleitung ist daher im Austausch mit dem Staatlichen Schulamt Neuruppin, den Lehrkräften und den Eltern bemüht, geknüpfte soziale Beziehungen über die Klassenzusammensetzungen auch aufrechtzuerhalten. Zwischen den Klassenleitungen werden selbstverständlich Gespräche stattfinden, um die pädagogische Kontinuität im Sinne einer fortgesetzten Begleitung der Lernprozesse der einzelnen Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu gewährleisten.
