Michael Schierack
Die Einnahmen aus VBB-Firmentickets, also Jobtickets, und Deutschlandtickets Job der Bediensteten der Landesbehörden gehen nicht an das ÖPNV-Unternehmen am Behördensitz. In Cottbus zum Beispiel arbeiten rund 6 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Landesbehörden. Eine Vielzahl dieser Bediensteten besitzt ein VBB-Firmenticket oder das Deutschlandticket Job. Die Gesamtkosten dieser Tickets, getragen anteilig vom Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, werden nach unserer Kenntnis unabhängig vom Behördensitz allein dem Potsdamer ÖPNV-Unternehmen angerechnet. So erzielt die kommunale Cottbusverkehr GmbH bei dieser Verfahrensweise keine Einnahmen, obwohl die Bediensteten der Cottbuser Landesbehörden überwiegend die ÖPNV-Dienstleistungen der Cottbusverkehr GmbH in Cottbus und im Spree-Neiße-Kreis in Anspruch nehmen. Ich frage die Landesregierung: Was wird sie unternehmen, damit zukünftig der Sitz der Landesbehörden und Landesunternehmen dafür ausschlaggebend ist, an welches ÖPNV-Unternehmen die Erlöse aus dem Jobticketerwerb gehen?
