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Britta Müller

27.03.2025 Sitzungen 8/11

Jetzt nicht. – Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze ist zwischen 2016 und 2022 um 18 % gestiegen. Besonders auffällig ist jedoch die Entwicklung der sogenannten Fehlfahrten; das sind Einsätze, bei denen keine medizinische Versorgung notwendig war. Deren Zahl hat sich von 55 000 Einsätzen auf 105 000 Einsätze jährlich erhöht und damit fast verdoppelt. Damit waren im Jahr 2022 rund 20 % aller Fahrten Fehlfahrten. Auch das gehört zu den Fakten. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Kosten. Brandenburg liegt – mit Ausnahme von Schleswig-Holstein – bundesweit an der Spitze, was die durchschnittlichen Kosten pro Einsatz betrifft. Ein Vergleich: Sachsen-Anhalt – mit ähnlicher Bevölkerungsdichte – kommt auf um etwa ein Drittel geringere Kosten pro Rettungsdiensteinsatz. Warum also sind die Kosten in Brandenburg so hoch? Fragen Sie sich das! Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass alle Beteiligten mehr Transparenz in der Kalkulation der Rettungsdienstgebühren erwarten. Zentraler Baustein ist eine Kalkulationssystematik, die mit Hilfe eines externen Beraters entwickelt wurde und bereits in der Hälfte der Landkreise angewendet wird oder kurz vor der Einführung steht.

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