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Melanie Matzies-Köhler

BSW 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Bürgerinnen und Bürger! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ihre Absicht, das Projekt „Feuerwehr macht Schule“ voranzutreiben, ist begrüßenswert. (Steeven Bretz [CDU]: Schön!) Weil Ihnen der Koalitionsvertrag sehr am Herzen liegt, wollten Sie unbedingt etwas dazu sagen. (Nicole Walter-Mundt [CDU]: Nein!) Sie haben also gelesen: „Die Koalition unterstützt daher unsere Feuerwehren weiterhin bei der Gewinnung von Nachwuchs und stärkt den Feuerwehrunterricht an Schulen über die Ausweitung des Projekts ‚Feuerwehr macht Schule‘.“ Auch wir sind der Meinung, dass Werte wie das Miteinander der Jugendlichen, soziale Kompetenzen und Hilfsbereitschaft gefördert werden sollten; körperliche Bewegung, korrektes Fachwissen in Notfallsituationen und Selbstwirksamkeit sind ebenfalls wichtig. 2025 99 (Beifall BSW sowie vereinzelt SPD) Auf diese Werte legen wir vom BSW im Rahmen des regulären Schulunterrichts sowieso viel Wert. Laut Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der CDU-Fraktion auf Drucksache 8/185 vom 30. Januar 2025 zeigt sich aber, dass es seit 2019 einige Hürden bei diesem Projekt gibt, die es weiterhin zu überwinden gilt. (Steeven Bretz [CDU]: Aha! – Nicole Walter-Mundt [CDU]: Ah ja!) Bislang konnten entgegen den Erwartungen und Hoffnungen der Beteiligten leider keine Lehrkräfte weitergebildet werden. Weitere hauptamtliche Stellen konnten bislang in Zeiten des akuten Lehrermangels auch noch nicht geschaffen werden. Somit stehen die ehrenamtlichen Ausbilder der Feuerwehr weiter vor großen Herausforderungen, um das Projekt voranbringen zu können. Dafür auch unseren herzlichen Dank, stellvertretend an Herrn Brose, Vizepräsident im Landesverband, Stadtbrandmeister in Falkensee, der das Projekt neulich im RBB so schön präsentiert hat. (Beifall BSW sowie vereinzelt SPD) „Feuerwehr macht Schule“ wird für Jugendliche an Oberschulen – Sie sagten es gerade – und Gesamtschulen von der neunten bis zur zehnten Klasse angeboten. Ob diese Schülerinnen und Schüler dann aber bei der freiwilligen oder einer hauptamtlichen Feuerwehr bleiben und ob es den behaupteten Klebeeffekt wirklich so gibt, ist noch nicht so ganz klar. (Nicole Walter-Mundt [CDU]: Doch!) Die Jugendlichen stehen in diesen Lebensjahren vor ganz anderen Entscheidungen, die ihr ganzes Leben prägen, zum Beispiel: Wohin zur Ausbildung? Wohin zum Studium? Was macht der Freund oder die Freundin? Die Zahl der Schulen soll, so die CDU, mittelfristig verdoppelt werden. Das ist eine schöne Forderung, aber leider ziemlich sportlich angesichts der Herausforderungen, vor denen alle Beteiligten mit dem Haushalt stehen. Nichtsdestotrotz: Das Land unterstützt das Projekt. Das MIK engagiert sich mit Zuwendungen für die Beschaffung der erforderlichen Schutzbekleidung. Das MBJS unterstützt bei der Raumausstattung, die grundsätzlich den Kommunen und damit den Aufgabenträgern obliegt. Es ist hierbei zukünftig auf eine gleichmäßige Begünstigung aller Schulen hinzuwirken. Wir möchten die Landkreise im Rahmen der haushalterischen Möglichkeiten besser beteiligen und unterstützen, und wir wollen auch die Lehrkräfte für dieses Unterrichtsfach gezielt aus- und dafür weiterbilden. Im Ergebnis dessen gehen wir davon aus, dass mehr Schulen dieses Fach anbieten werden. Wir in der Koalition werden uns dem Thema sowohl von der Bildungs- als auch von der Feuerwehrseite nähern; seien Sie sich dessen versichert. (Steeven Bretz [CDU]: Das ist schön!) Bis dahin lehnen wir die Anträge ab. (Beifall BSW und SPD – Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Aber nur bis dahin! – Steeven Bretz [CDU]: Dass Sie sich dem Thema nähern, das freut uns sehr!)

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