Ulrike Liedtke
Danke schön. – Für die Landesregierung antwortet Herr Staatssekretär Fischer, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Bitte. Hendrik Fischer (Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Abgeordnete, in Ihrer mündlichen Anfrage zu Kindern mit möglichem sonderpädagogischen Förderbedarf führen Sie aus, dass es im Land Brandenburg immer mehr Kinder gibt, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert wird. In Ihrer Frage 101 werden Sie später fragen, inwieweit man das Inklusionskonzept in Schleswig-Holstein übernehmen könnte. Ich werde daher nachher ausführlicher auf die Inhalte eingehen und mich jetzt zunächst einmal auf die zahlenmäßige Entwicklung konzentrieren, wenn das für Sie in Ordnung ist. (Melanie Matzies-Köhler [BSW]: Ja!) Hinsichtlich der zahlenmäßigen Entwicklung kann ich gut nachvollziehen, dass die Wahrnehmung tatsächlich so ist, dass es immer mehr Kinder sind, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf diagnostiziert bekommen. Aber ausweislich der Schuldatenerhebung bezüglich Schülerinnen und Schülern mit einem festgestellten sonderpädagogischen Förderschwerpunkt im allgemeinbildenden Bereich der Schulen – also ohne zweiten Bildungsweg und gymnasiale Oberstufe – in öffentlicher und freier Trägerschaft ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Förderbedarf in den letzten Jahren sogar gesunken: Die sogenannte Förderquote liegt jetzt bei 7,71 %. – Wir kommen später noch auf Schleswig-Holstein, dort ist es eine ähnliche Größenordnung. Richtig ist aber auch, dass die absolute Zahl ein Stück gestiegen ist – was aber wiederum damit zu tun hat, dass in den letzten Jahren die Zahl der Schülerinnen und Schüler gestiegen ist; deshalb lässt sich diese Entwicklung beobachten. Daher noch einmal: Ich kann die Wahrnehmung sehr gut nachvollziehen und werde bei der Beantwortung der Frage 101 auf die konkreten Maßnahmen zu sprechen kommen. – Vielen Dank.
