Johannes Funke
Verehrte Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Ich steige mal ein mit Sebastian Haffner. Sebastian Haffner hat in seinem Buch „Anmerkungen zu Hitler“ aufgezeigt, wie eine Gesellschaft einer Person verfallen kann, und er hat uns mit diesem Buch ein Denkmal hinterlassen. Ich kann Sie nur bitten, Herr Dr. Berndt, dieses Buch einfach noch einmal zu lesen, und zwar richtig. – Erstens. (Beifall SPD und CDU sowie vereinzelt BSW) Zweitens. Ich wundere mich ein wenig, dass, obwohl wir hier in Potsdam sind, noch niemand das Potsdamer Abkommen erwähnt hat. Am Tisch der Potsdamer Konferenz hier im Cecilienhof (Dennis Hohloch [AfD]: Auch ein Tag der Schande!) saßen auch die USA – die USA, die vom transatlantischen Geist geprägt waren, die USA, die wir uns heute wünschen würden, die es aber damals gab und denen wir viel zu verdanken haben. Ich danke Herrn Genilke, dass er dies in seiner Rede auch erwähnt hat. Das müssen wir noch viel mehr würdigen. (Beifall SPD und CDU) Natürlich saßen an diesem Tisch auch Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion, zu der es jetzt viele Ausführungen gab. Wir müssen festhalten: Das Potsdamer Abkommen hat eine Nachkriegsordnung geschaffen, die dafür gesorgt hat, dass wir alle in Frieden leben konnten. Damit will ich nicht die DDR verklären, (Zuruf des Abgeordneten Dennis Hohloch [AfD]) aber wir müssen festhalten: Von da an war Frieden. Dafür ist hier in Potsdam die Grundlage gelegt worden, und das sollte auch in diesem Haus hier erwähnt werden. Drittens. Bevor Ulrike Liedtke Landtagspräsidentin wurde, gab es einen Vorvorgänger, der Gunter Fritsch hieß. Gunter Fritsch war lange Zeit Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge pflegt 2,7 Millionen Gräber auf 832 Friedhöfen in 46 Ländern.
