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Dominik Kaufner

AfD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Liebe Besucher! Die deutschen Opfer alliierter Kriegsverbrechen kommen in unserer Erinnerungspolitik bis heute kaum vor. Das ist ein schlimmes Versäumnis und eine Schande – (Beifall AfD) genauso eine Schande wie der Wortlaut Ihres Antrags zur Aktuellen Stunde, meine Damen und Herren vom BSW, der ohne dieses Versäumnis undenkbar wäre. Es ist besonders befremdlich, wenn Sie schreiben, dass die Rote Armee unter Schukow, Konew und Rokossowski zusammen mit Einheiten der Polnischen Volksarmee unsere märkische Heimat „befreit“ habe und ihr dafür „ewiger Dank“ gebühre. Mehr stalinistische Begrifflichkeit kriegt man in einen Antrag kaum hinein. Mich wundert es nicht, dass Sie diese pathetische Formulierung im sonst fast textgleichen Entschließungsantrag zu entschärfen versucht haben; vermutlich hätte die CDU-Fraktion sonst gar nicht mitgezeichnet. (Dr. Jan Redmann [CDU]: Wir haben nicht mitgezeichnet! – Dennis Hohloch [AfD]: Gestern schon!) – Gestern lag das so rum, okay. Ich verstehe Sie. Gerade in Ostbrandenburg war die Gewaltorgie der Rotarmisten unvergleichbar brutal: Von den 642 000 Einwohnern der Neumark kamen 250 000 – eine viertel Million –, ein Drittel der Gesamtbevölkerung, ums Leben. In Orten wie Blumenfeld oder Breitenstein, um nur zwei Beispiele herauszugreifen, machten diese dabei regelrecht Jagd auf Frauen, töteten im erstgenannten Ort zwei junge Mädchen, die sich der Vergewaltigung widersetzten, im zweiten zerrten sie die Mädchen und Frauen des Ortes auf die Straße und vergewaltigten sie öffentlich über Stunden. Am Ende erschossen sie 36 der so Geschändeten, sechs weitere nahmen sich danach das Leben. Selbst Kinder und Alte wurden nicht geschont, Männer willkürlich totgeprügelt und erschossen. In diesem Teil der brandenburgischen Mark wurde sicherlich niemand „befreit“. (Beifall AfD) Auch nach dem 8. Mai, nach Ihrem „Tag der Befreiung“, endeten die massenhaften Schändungen deutscher Frauen und Mädchen über Wochen weder in Brandenburg noch anderswo. Insgesamt geht man von 2 Millionen Frauen aus, die diese entsetzlichen Verbrechen erleiden mussten. Es sei an dieser Stelle auch angemerkt, dass zu denen, die 1945 eben nicht befreit wurden, sogar russische Kriegsgefangene gehörten, die wie etwa in Schönrade, im Kreis Friedeberg, in größerer Zahl willkürlich ausgesondert und erschossen wurden, nachdem die Rote Armee das dortige Kriegsgefangenenlager „befreit“ hatte bzw. erreichte – das ist das bessere Wort, weil Stalin ja die Weisung ausgegeben hatte, dass man sich nicht gefangen nehmen lassen dürfe. In Bomst, im Kreis Züllichau, wurden französische Kriegsgefangene nach dem Einrücken der Roten Armee in die Sowjetunion deportiert und nicht, wie man ihnen beim Besteigen des Zuges gesagt hatte, in ihre Heimat gebracht. Nicht selten wurden Zwangsarbeiterinnen, die auf ihre Befreiung durch die Rote Armee gehofft hatten, ebenfalls missbraucht. Die Vertreibung und Zwangsumsiedlung von 15 Millionen Ostdeutschen zwischen 1944 und 1950 ist laut dem Historiker Michael Schwartz die „größte ethnische Säuberung Europas“ und wird gar als „idealtypisch“ für die seit 1992 von der UN festgelegte Definition von ethnischer Säuberung genannt. (Beifall AfD)

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