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Dominik Kaufner

AfD 26.03.2025 Sitzungen 8/10

Sehr geehrter Herr Präsidierender! Liebe Besuchende! Liebe Vertreter*innen der Regierung! Sehr geehrter schon länger hier regierender Herr Ministerpräsidierender! – Sie bemerken selbst, wie bekloppt gendern klingt. (Beifall AfD) Und es geht Ihnen sicher wie mir: Man muss eigentlich, wenn man diese Leute mit dem Schluckaufsprech und den grammatikalisch falschen sowie absurden Partizipialkonstruktionen sprechen hört, unweigerlich erst einmal an einen Sprachfehler denken. Man würde eigentlich meinen, dass dann wenigstens die Schule ein Ort sei, an dem die Schüler die Regelsprache erlernen und derartige Defizite gegebenenfalls ausgleichen können. Doch dem ist nicht so. Der Rechtschreibrat hat in seiner aktualisierten Fassung des Amtlichen Regelwerks festgestellt, dass Sonder- und Wortbinnenzeichen nicht zum Kernbestand der deutschen Orthografie gehören und die Nutzung damit auch an den Schulen regelwidrig ist. Man könnte jetzt sagen: Ja, dann ist das doch alles gar kein Problem. – Doch ist es. Wir haben ja gerade schon von den Indoktrinationsversuchen gehört, die es an unseren Schulen gibt, wo politische Aktivisten mit Lehrerlaubnis einfach tun und lassen können, was sie möchten – die ohne Skrupel ihre Agenda vor der Klasse durchziehen. Ich habe Meldungen von einem Gymnasium bekommen, an dem eine Lehrerin im mündlichen Referat Pluspunkte verteilt, wenn man gendert. Und beim mündlichen Referat sind das diese Schluckauflaute. Diese Art von Lehrern setzt sich einfach über die Regeln hinweg, ebenso manche Erzieher, und jeder schreibt und spricht, wie er will: ob Unterstrich, Gendersternchen, Binnen-I, generisches Femininum, Schluckaufsprech usw. Unser heutiger Antrag zum Genderverbot an Schulen und Kitas ist so wichtig, (Beifall AfD) weil besonders perfide ist, dass hier der Fokus des Genderns bewusst auf Kinder und Jugendliche gelegt wird; sie sind leichter formbar als Erwachsene, deren Sprachbewusstsein sich ja schon gefestigt hat, und die Sprachkenntnisse sind ja bei Erwachsenen auch schon ausdifferenzierter und dadurch schwieriger zu beeinflussen. Kinder und Jugendliche sind aber Schutzbefohlene, und sie möchten es dem Lehrer natürlich auch besonders recht machen; der Lehrer ist ja auch eine Autorität. Gendern in der Schule und in der Kita ist deswegen besonders schädlich, denn es stellt ein unnötiges Lernhindernis gerade für Grundschüler dar. Gendern verunmöglicht die Aneignung einer lebendigen und korrekten Sprache – vor allem Schriftsprache –, und es ist eine Katastrophe, wenn man sich die Situation an Brandenburger Schulen ansieht. Laut IQB-Bildungstrend – ich habe es in meiner letzten Rede hier bereits erwähnt – verfehlen 45,7 % der Viertklässler die Mindeststandards in Orthografie. Fast die Hälfte kann also nicht richtig rechtschreiben. In der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung von 2021 verfehlte ein Viertel der Viertklässler die internationalen Mindeststandards im Lesen! Und nun schauen wir uns Folgendes an: Gendern zerstört den natürlichen Rhythmus und den Textfluss des Deutschen, es verschärft also sowieso schon bestehende Probleme. Das bringt mich zu dem zweiten Grund, aus dem Gendern in Kitas und Schulen nichts zu suchen hat: Gendern, Schluckaufsprech, ist nichts anderes als Hass und Verachtung der eigenen Sprache. (Beifall AfD) Es ist nichts anderes als absichtliche Sprachzerstörung. Wenige sind da so ehrlich wie die „taz“-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah, (Zuruf von der AfD: Bravo! – Weiterer Zuruf von der AfD) die im „taz“-Talk zur Leipziger Buchmesse 2023 gesagt hat: „Viele Leute sagen halt beim Gendern, das ist gegen den Lesefluss. Und ich denke so, ja […] also für mich ist der Anspruch, die deutsche Sprache zu demolieren, weil dieses Narrativ vom Schutz deutscher Sprache ist halt so rechts […].“ Dieser Anspruch, die Sprache zu demolieren, zielt auf die bewusste Zerstörung und Dekonstruktion des Deutschen ab und ist insofern nicht nur ein sprach-, sondern auch ein identitätspolitischer Generalangriff auf uns – ein sprachpolitischer Putsch einer kleinen, aber, zumindest noch, tonangebenden, selbsternannten woken Minderheit in der Politik, in der selbsternannten Zivilgesellschaft, in Medien und Kultur. Gendern an Schulen ist daher drittens abzulehnen, weil es Ausdruck einer radikalen Ideologie ist, die sich gegen den Menschen und seine Natur selbst richtet. Es soll ja nicht nur die geschichtlich-sprachliche Identität zerstört werden. Gendern ist sprachlicher Wokismus bzw. sprachlicher Ausdruck der woken Ideologie – einer kranken Ideologie, die die natürliche Zweigeschlechtlichkeit des Menschen auch sprachlich untergraben soll, einer kranken Ideologie, die unsere Jüngsten in ihrer Geschlechtlichkeit verunsichert, (Beifall AfD) die sie zu Geschlechtsumwandlungen treibt, die irreversibel sind, sie zu seelischen Krüppeln macht, an denen nur die Pharmaindustrie verdient, (Beifall AfD) einer kranken Ideologie, die einen neuen Menschen, eine neue Gesellschaft schaffen will, in der jeder alles sein kann – heute Mann, morgen Frau, übermorgen ein drei Monate alter Fuchs vielleicht, je nach Gefühl. Das Beruhigende: Außer einer radikalen Minderheit kann das Gendern keiner leiden. (Beifall AfD) Es gibt Umfragen dazu. Infratest dimap hat schon 2021 (Zuruf des Abgeordneten Ludwig Scheetz [SPD]) 65 % Ablehnung gemessen, Tendenz steigend. Civey-Umfrage von 2023: 80 % Ablehnung. Die Shell-Jugendstudie 2024 hat ergeben, dass auch eine Mehrheit unter den Jugendlichen das Gendern ablehnt. Ein Genderverbot an Schulen gibt es in anderen Bundesländern längst: Sachsen, Hessen und Bayern schreiten voran. Brandenburg sollte nachziehen. Folgen Sie deswegen unserem Antrag, alle Formen des Genderns an Schulen und Kitas zu verbieten, die Schulen im Land Brandenburg anzuweisen, die Verwendung sogenannter geschlechtergerechter Sprache bei der Leistungsbewertung von schriftlichen Arbeiten und Lernerfolgskontrollen in der Benotung ab dem kommenden Schuljahr mit Punktabzug zu bewerten. 2025 67 Gendern ist, wie ich ausgeführt habe, ein Lernhindernis für die Schüler. Es zerstört die deutsche Sprache. Und vor allem: Es ist Ausdruck einer gefährlichen Ideologie, vor der wir unsere Kinder schützen müssen. – Danke schön. (Beifall AfD – Unmut bei der SPD)

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