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Nadine Graßmel

SPD 27.02.2025 Sitzungen 8/8

Nein. (Zuruf des Abgeordneten Lars Hünich [AfD]) Wir dürfen hier aber auf unsere Wissenschaft und Forschung hoffen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben es nicht mit einem brandenburgspezifischen Problem zu tun. Zum Ausbau der Forschung und zur Hilfe für Betroffene hat sich die Gesundheitsministerkonferenz bereits mehrfach mit dem Bundesgesundheitsministerium verständigt. Dort liegt die Kompetenz. Aus vielen Gesprächen mit Betroffenen weiß ich: Sie wünschen sich Anlaufstellen. Sie wünschen sich Ärzte, die sich zutrauen, eine Diagnose zu stellen. Besonders Eltern von Kindern und Jugendlichen wünschen sich Schulen, die über die verschiedenen Formen der Nebenwirkungen informiert sind – zudem ein Lernumfeld mit wohlwollender Einstellung. Wir nehmen diejenigen, die von den Problemen gezeichnet sind, ernst. Darauf können Sie sich verlassen! (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW) Wir hören diese Menschen. Wir sehen diese Menschen. Wir lassen diese Menschen nicht allein. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW) Inzwischen wird Post Vac als eine Form von Long Covid verstanden. Kliniken machen gute Erfahrungen damit, Patienten mit Impfschäden wie Long-Covid-Erkrankte zu behandeln. Das ist eine ganz grundlegende Erkenntnis. Zur Versorgung von Betroffenen mit Long Covid und Post-Vac gibt es eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Berufsübergreifend werden Diagnostik, Behandlung und Beratung durch Ärzte und Spezialambulanzen strukturiert und koordiniert – auch in den Bereichen Reha und psychische Versorgung. Brandenburg ist ein Rehaland – hier gibt es mehrere Rehakliniken. Eine liegt in Lübben, in meinem Wahlkreis, und ist auf die Behandlung von Post Covid spezialisiert. Obwohl spezifische Rehaangebote für das Post-Vac-Syndrom derzeit nicht explizit aufgeführt werden, können Betroffene mit ähnlichen Symptomen von diesen Einrichtungen profitieren. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bin froh, dass unsere Landesregierung auf dieser Grundlage früh und umfassend dafür gesorgt hat, dass die professionelle Versorgung der Betroffenen ausgebaut wird. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW) Wir brauchen eine wohnortnahe Versorgung im ambulanten Bereich, die kooperativ aufeinander aufbaut – ganz im Interesse der Betroffenen. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW) Ich weiß aber auch: Das braucht Zeit, wenn es gut werden soll. Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass das Land Brandenburg ein Rehaland bleibt. Unser Arbeitskreis plant, diverse Rehazentren im Land zu besuchen, um sich direkt vor Ort ein Bild zu machen. Dabei werden wir uns auch mit Entscheidern und Experten austauschen und uns die notwendigen Handlungsempfehlungen holen. Ich lade den Koalitionspartner und die CDU ein, uns dabei zu begleiten. (Beifall SPD sowie vereinzelt BSW) Wir wollen, dass zwischen Post-Vac und Long Covid kein Unterschied gemacht wird. Es sollte nicht entscheidend sein, ob man durch das Virus oder durch die Impfung krank geworden ist. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir bauen bestehende Infrastrukturen aus. Bereits 2021 wurde in Brandenburg das Long-Covid-Netzwerk DiReNa gegründet. DiReNa steht für Diagnostik, Rehabilitation und Nachsorge. Das Netzwerk ist eine Anlaufstelle für feindiagnostische Beratung und Betreuung und zeigt mögliche Behandlungswege auf. Ganz selbstverständlich wird meine SPD-Fraktion dieses Netzwerk unterstützen. Daran führt kein Weg vorbei. Wir lehnen beide Anträge ab. (Beifall SPD und BSW)

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