Ulrike Liedtke
Eine Nachfrage dazu? – Bitte schön, Frau Abgeordnete Hildebrandt. Elske Hildebrandt (SPD):* Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Danke auch für Ihren Schlusssatz; denn ich hatte inzwischen auch Gespräche mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern der unterschiedlichsten Sparten, die dazu nachgefragt haben. Es ist also zu erwarten, dass die Vergabe dieses Kunstpreises weitergeführt wird. Können Sie vielleicht noch ausführen, welche Konzepte und Gedanken dazu – jetzt unabhängig von den Haushaltsverhandlungen – im Spiel sind? Dr. Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur): Dieser Kunstpreis hat in seiner 21-jährigen Geschichte immer wieder Änderungen erfahren. Neue Kategorien und neue Formate sind hinzugekommen, beispielsweise die Fotografie, die am Anfang nicht beinhaltet war. Wir legen während der haushaltsbedingten Pause natürlich nicht die Hände in den Schoß, sondern arbeiten an einer Neukonzeption. Das machen wir nicht am grünen Tisch im Kulturministerium in Potsdam, sondern – wie in den vergangenen fünf Jahren auch – in enger Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern bzw. den Vereinigungen der Kunstszene im Land, das heißt, wir nutzen auch die dort vorhandene Expertise. Ich will diesen Ideen aber nicht vorgreifen, auch wenn sie schon in mehreren Workshops miteinander besprochen worden sind. Es handelt sich nämlich noch nicht um ein in sich schlüssiges Konzept, nach dem Sie ja gefragt haben, sondern um eine erste Ideensammlung. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie und unter welchen Bedingungen kann man den Brandenburgischen Kunstpreis ab 2025 fortführen? Wer sollte wofür und in welcher Höhe ausgezeichnet werden? Genau das diskutieren wir gerade mit der Kunstszene im Land Brandenburg. Ich glaube, das ist auch der richtige Weg: nicht über die Köpfe der Künstlerinnen und Künstler hinweg zu entscheiden, sondern mit ihnen zu entscheiden. Denn letztlich ist es ihre Bühne für zeitgenössische Kunst.
