Daniel Münschke
Damit sind wir am Ende der Aussprache angelangt und beginnen mit der Abstimmung. Die AfD-Fraktion beantragt die Überweisung ihres Antrages „Umfassendes Handyverbot an Kindergärten und Grundschulen einführen“ auf Drucksache 8/123, Neudruck, an den Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport. Wer der Überweisung zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – (Zuruf von der AfD: Schade!) Gegenprobe! – Enthaltungen? – Damit wurde der Überweisung ohne Enthaltungen mehrheitlich nicht zugestimmt. Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der AfD-Fraktion auf Drucksache 8/123, Neudruck. Wer dem Antrag zustimmt, den bitte ich um das Handzeichen. – Gegenprobe! – Enthaltungen? – Damit ist der Antrag ohne Enthaltungen mehrheitlich abgelehnt. Ich schaue zu meiner netten Kollegin, Frau Dr. Gruhn, die jetzt theoretisch und praktisch dran wäre, die Sitzungsleitung zu übernehmen. Aber dann mache ich jetzt flugs weiter – ich schließe Tagesordnungspunkt 6 und rufe Tagesordnungspunkt 7 auf. TOP 7: Männer haben im Frauensport nichts zu suchen! Antrag der AfD-Fraktion Drucksache 8/127 Die Aussprache beginnt mit dem Beitrag von Frau Abgeordneter Bessin von der AfD-Fraktion. Bitte sehr – Sie haben das Wort. (Beifall AfD) Birgit Bessin (AfD):* Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Liebe Gäste! Wir leben gerade in extrem spannenden politischen Zeiten, und in Deutschland soll es mittlerweile irgendwie 60, 70 oder vielleicht sogar mehr Geschlechter geben. Kaum einer weiß, wie diese heißen, noch weiß irgendeine Regierung oder Verwaltung, wie viele bzw. wenige es von welchem Geschlecht gibt. Zum Glück wurde in den USA am Dienstagabend mit dem Amtsantritt Trumps der Regenbogentyrannei der Kampf angesagt. (Beifall AfD) Dort gibt es nur noch zwei Geschlechter, (Zuruf des Abgeordneten Uwe Adler [SPD]) und die Diversity-Community erhält auch keine staatlichen Gelder mehr. (Lachen des Abgeordneten Lars Hünich [AfD]) Also, liebe Damen und Herren, wenn wir in Brandenburg Geld brauchen, wissen Sie, wo auch Sie einmal ansetzen können! Man kann in Deutschland sein Geschlecht einfach per Sprechakt wechseln – aber biologisch bleibt alles beim Alten. (Zuruf des Abgeordneten Steeven Bretz [CDU]) Ein biologischer Mann bleibt ein biologischer Mann, (Beifall des Abgeordneten Lars Hünich [AfD]) eine biologische Frau bleibt auch immer eine biologische Frau. (Beifall AfD) Schauen wir uns einmal ein Beispiel an: Olaf, Anton und Robert fühlen sich alle drei nicht so besonders erfolgreich, fühlen sich wertlos, zweifeln an sich selbst und wollen ihr Image etwas aufpolieren. Sie probieren es mit einem Geschlechterwechsel – zu Olivia, Antonia und Roberta. Biologisch bleibt aber alles beim Alten. Jetzt wollen sie per Frauenquote einen besseren Job bekommen, die Frauensauna besuchen und ihr mäßiges sportliches Talent im Frauensport entfalten – alles möglich dank der Damen und Herren, die auf Bundesebene dem Selbstbestimmungsgesetz zugestimmt haben. Damit aber die katastrophalen Folgen des sogenannten Selbstbestimmungsgesetzes der gescheiterten Ampelkoalition wenigstens etwas eingehegt werden können, möchten wir, dass die Landesregierung zumindest dafür Sorge trägt, dass solche woken Irrlichter den Frauensport nicht gefährden. Männer haben im Frauensport nichts verloren, da sie meist einen unfairen biologischen Vorteil haben. Man würde meinen, das weiß sogar jedes kleine Kind. Aber wir leben leider in einer Zeit, in der sich ideologiegetriebene Schreibtischtäter in Regierungen und Parlamenten dumm stellen und damit wichtige Rückzugsräume für Frauen zerstören. Bis endlich auch in Deutschland Kulturmoralismus und Regenbogenhype ein Ende finden, sollten wir wenigstens eine der schlimmen Folgen des Selbstbestimmungsgesetzes verhindern, nämlich die Zerstörung des Frauensports. Ich habe Ihnen bereits in der Vergangenheit von diesem Pult aus des Öfteren dramatische internationale Beispiele genannt, die ich Ihnen jetzt gern noch einmal in Erinnerung rufe. Da war ein Mann, der im Schwimmsport unter dem Namen Lia Thomas die Lebensträume biologischer Frauen zerstörte – und betroffene Mitschwimmerinnen wie die mutige Riley Gaines, die sich zur Wehr setzte, weil sie sich nicht vor einem Mann umziehen wollte. Man erinnere sich auch an die Dame, die sich vor einigen Jahren einen Schädelbruch zuzog, weil sie gegen den Mann Fallon Fox boxte. Im Bereich des Kampfsportes gibt es auch ein ganz aktuelles Beispiel, an das Sie alle sich sicherlich noch erinnern können: Sie haben das Theater um die Person Imane Khelif mitbekommen, der man es zuerst untersagte, aber dann durfte sie letztes Jahr bei Olympia den Frauen doch ordentlich einen überbraten. Die Woken schrien zwar Zeter und Mordio, als das kritisiert wurde und eine italienische Gegnerin sogar den Kampf versagt hat, aber was kam im Nachgang bei den Untersuchungen heraus? Natürlich, der Algerier ist ein Mann, und die Kritiker hatten schon damals recht. Leider ist diese moderne Form der Frauenverachtung bereits in Deutschland angekommen: Der DFB hat Regeln erlassen, die schon seit der Saison 2022/2023 das Antreten von Männern im Frauenfußball ermöglichen. Nun droht dies durch das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz noch einfacher zu werden, und der DFB macht dabei willfährig mit, wie Workshops wie der zum „TIN*Spielrecht“ veranschaulichen. Im Leistungs- und Spitzensport dürften die Auswirkungen der woken Geschlechterverwischung am größten sein – allein schon aufgrund des Betrugsversuchs. Dies stellt übrigens auch der ehemalige Landgerichtspräsident und langjährige Sportfunktionär klar, der in der „Mittelbayerischen Zeitung“ wie folgt zitiert wurde – ich möchte Ihnen einmal das Zitat vorlesen –: „Die jahrzehntelangen Doping-Erfahrungen haben gelehrt, dass der mögliche sportliche Ruhm – oftmals verbunden mit der Aussicht auf lukrative Einnahmen – Athletinnen und Athleten dazu veranlasst, hierfür selbst gravierende körperliche Schäden in Kauf zu nehmen. Für das sogenannte Gender-Doping heißt das: Ich verschaffe mir Vorteile durch einen Wechsel der geschlechtlichen Zuordnung. […] Es gab vor einigen Jahren eine US-Studie, bei der Athleten befragt worden sind, ob sie für einen Sieg bei Olympischen Spielen bereit wären, auch Mittel einzunehmen, die zur Folge hätten, dass sich ihre Lebenserwartung um einige Jahre verkürzt. Und ein großer Teil, rund 50 Prozent, hat bei dieser anonymen Befragung angegeben, dass sie hierzu bereit wären. So viel zu der Frage, was manche Athleten für sportlichen Ruhm alles zu investieren bereit sind.“ Meine Damen und Herren, Sie sehen also, wenigstens im Bereich des Sports sollte der Handlungsbedarf außer Frage stehen – und das Ganze auch unabhängig davon, wie Sie eigentlich selbst zum Selbstbestimmungsgesetz stehen. Wir fordern in unserem Antrag die Landesregierung auf, erstens den Landessportbund Brandenburg sowie die ihm unterstehenden Sportverbände dazu aufzurufen, Transgender-Richtlinien zur Zulassung von Athleten, die als männlich geboren wurden, zu weiblichen Wettbewerben zu unterlassen, und zweitens, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, 2025 59 dass der Zugang von biologischen Männern zu gesonderten Frauenschutzräumen, zum Beispiel Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten, ausgeschlossen bleibt. Meine Damen und Herren, da Sie von der CDU nicht mehr einem eventuellen Regierungskoalitionszwang unterliegen, hoffen wir, dass Ihre Satireshow aus dem vergangenen Jahr tatsächlich der Vergangenheit angehört, Sie sich dem Ernst der Situation widmen und sich dafür einsetzen, dass Frauen faire Bedingungen im Sport in diesem Jahr und in Zukunft haben werden. – Vielen Dank. (Beifall AfD)
