Daniel Münschke
Herr Dr. Kaufner von der AfD-Fraktion hat eine Kurzintervention angezeigt. (Vereinzelt Beifall AfD) Dr. Dominik Kaufner (AfD):* Sie haben gesagt, dass das digitale Lernen den Unterrichtserfolg unterstützen kann. Sie haben zu Recht festgestellt: Wir haben das Ganze in unserem Antrag auf Kitas und Grundschulen beschränkt. – Jetzt möchte ich gerne einmal wissen, wie digitales Lernen in dem Bereich überhaupt so große Fortschritte bringen soll. Es sind ja gerade die Grundfertigkeiten, die unseren Schülern fehlen; gerade daran mangelt es ja. Diese bringt einem kein Tablet näher und auch kein Handy und irgendwelche Lern-Apps schon lange nicht. Es ist ganz gut, wenn so was ergänzend in der Freizeit genutzt wird; das kann jeder machen. Wir regieren hier ja nicht in das Freizeitverhalten der Leute rein oder sagen den Eltern, wie sie ihre Kinder am Nachmittag am besten auf die Schule vorbereiten und mit ihnen den Stoff wiederholen sollen. Das kann jeder so machen, wie er möchte. Es gibt Angebote, und die muss man nicht in Bausch und Bogen verdammen. Aber in den Grundschulen und in den Kitas hat das nun einmal nichts verloren. (Beifall AfD) Die Erfahrungen, die in anderen Ländern gemacht wurden, sollten wir nutzen. Da gab es erst kürzlich einen Artikel in der „Welt“, der mit dem Resümee geendet hat: Die Zeiten der unbegrenzten Begeisterung für digitale Bildung sind international vorbei. – Wir haben den Vorteil, dass uns der deutsche Rückstand dabei noch den Vorteil bietet, dass wir die Erkenntnisse, die in anderen Ländern entstanden sind, nutzen können. Wir hätten diese Gelegenheit jetzt. Sie wollen Ihren Weg aber unbeirrt in diese Richtung weitergehen, weil Sie es modern finden, weil das schick ist und weil das irgendwie zeitgemäß ist. Es geht gar nicht darum, den Kindern das Handy zu verbieten. Aber in der Grundschule hat es einfach im Schließfach zu bleiben, und in der Kita hat das Ganze gar nichts verloren und mit Bildung überhaupt nichts zu tun. (Beifall AfD)
