Hans-Christoph Berndt
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Funke, es ist natürlich so eine Sache, wenn man versucht, eine Provokation zu erzielen, und dann nicht das Format hat, wenigstens mal eine Frage zu beantworten. (Beifall AfD) Aber, Herr Funke, Sie sind ein junger Mensch; das kann ja alles noch werden. Lassen Sie mich Ihnen aufgrund meines Alters mal einiges in Erinnerung rufen. Sie setzen die EU mit Europa gleich. Das ist so, als ob man den Parteienstaat, auch genannt „unsere Demokratie“, mit einer wirklichen Demokratie gleichsetzen würde. Totaler Unsinn! (Zuruf von der SPD) Ich habe noch Erinnerungen an die 50er-, 60er- und 70er-Jahre in Europa. Da gab es keinen Hunger, schon gar nicht im Westen. Da gab es aber auch keine EU, da gab es die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Das hat viel besser funktioniert als das, was jetzt die EU macht. Denn die EU, Herr Funke, ist in Wirklichkeit die Verneinung Europas. Europa besteht aus realer Vielfalt – Vielfalt der Völker, Vielfalt der Regionen –, und die EU ist ein zentralistischer Moloch, der alles einebnen will. Darum ist die EU das Gegenteil von Europa. (Beifall AfD) Die EU ist natürlich auch ein riesiges Problem für die Bauern. Wir waren doch im vorigen Jahr bei den Bauern- und Mittelstandsprotesten; Sie waren auch dabei. Die leiden enorm unter den ganzen Auflagen der EU und sind abhängig von den Subventionen, weil die EU sie mit unsinnigen Auflagen quält und traktiert. Wenn es in Europa – was wir nicht hoffen wollen, Herr Funke – noch einmal dazu kommt, dass wir Hunger und Not haben, dann ist das die Frucht der EU-Bürokraten, die jede Initiative und jede Freiheit in Europa ersticken. Darüber sollten Sie mal nachdenken. (Beifall AfD)
