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Sandra Khalatbari

CDU 27.08.2026 Sitzungen 19/90

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Für Berlins Schülerinnen und Schüler hat das neue Schuljahr begonnen. Rund 405 000 Kinder und Jugendliche sind zurück in ihren Schulen: im Klassenzimmer, auf dem Schulhof, im Schulalltag. Rund 35 500 Erstklässlerinnen und Erstklässlern steht der ganz besondere Moment noch bevor: Am kommenden Samstag heißt es Einschulung. Die Schultüte ist gepackt, der Ranzen steht bereit, Eltern und Kinder sind voller Vorfreude und vielleicht auch ein bisschen aufgeregt. Denn hinter dieser Vorfreude stehen für Eltern drei ganz entscheidende Fragen: Wird mein Kind gut lernen können? Wird die Lehrerin oder der Lehrer jedes Kind im Blick haben? Wird es die Unterstützung bekommen, die es braucht? Genau darum geht es heute. Deshalb sage ich als Bildungspolitikerin der CDU-Fraktion ganz klar: Wir reden nicht nur über Schule, wir verändern Schule. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD] Seit 2023 haben wir einen klaren Kurs eingeschlagen: mehr Lehrkräfte, mehr Unterstützung und vor allem mehr Bildungsqualität. Und ja, wir haben noch Aufgaben vor uns. Aber wir sollten auch anerkennen, was erreicht wurde. Schauen wir auf die Lehrkräfte: Im Schuljahr 2022/2023 fehlten rund 1 000 Lehrkräfte, zum Stichtag 1. November 2025 noch 207 Lehrkräfte. Trotz steigendem Bedarf wurde der Fehlbestand damit um mehr als 750 Lehrkräfte reduziert. [Beifall bei der CDU] Und wir machen natürlich weiter. Berlin ist zur Verbeamtung von Lehrkräften zurückgekehrt. Wir gewinnen neue Lehrkräfte, qualifizieren sie und wollen diejenigen halten, die bereits jeden Tag Verantwortung übernehmen. Denn gute Schule beginnt mit Menschen. Aber gute Schule bedeutet nicht nur, Menschen in die Schule zu bringen, gute Schule bedeutet auch, Menschen in der Schule zu halten. Deshalb ist die Vereinbarung zwischen der SenBJF und der GEW so wichtig. Nach Jahrzehnten ohne vergleichbare Einigung kommen jetzt endlich konkrete Entlastungen: mehr Unterstützung in der Anfangsphase, kleinere Lerngruppen an Schulen in herausfordernder Lage, mehr Zeit für Klassenleitungsaufgaben und bessere Bedingungen für Erzieherinnen und Erzieher im Ganztag. Das ist keine Symbolpolitik, das ist Entlastung, die im Schulalltag ankommt. [Beifall bei der CDU] Wir sagen auch, mentale Gesundheit gehört zur Unterrichtsversorgung. Deshalb erhalten Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogisches Personal über das Schulportal leichteren Zugang zu Unterstützungs- und Präventionsangeboten. Wir wollen aber nicht nur verlässlichen Unterricht. Wir wollen besseren Unterricht. Wir erkennen Lernstände durch zentrale Testungen früher, leiten datengestützt Förderung gezielter ab und überprüfen, ob sie wirkt. Das Leseband ist in den Startchancenschulen weitgehend etabliert. Das Matheband wird auf die Klassen 3 bis 7 ausgeweitet. Mit dem BLiQ stärken wir die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die professionelle Entwicklung unserer Schulen und pädagogischen Fachkräfte. Das ist der Unterschied zwischen Politik, die Probleme verwaltet, und einer Politik, die Bildungsqualität systematisch datenbasiert verbessert. Wir haben dafür in diesem Haus auch die gesetzlichen Grundlagen geschaffen. Mit der dritten Schulgesetznovelle stärken wir die Qualitätsentwicklung und schaffen moderne Möglichkeiten. Das ist Schule auf der Höhe der Zeit. Eins ist mir als ehemalige Schulleiterin besonders wichtig: Zusätzliche Unterstützung verteilen wir nicht nach dem Gießkannenprinzip. Dort, wo Kinder und Schulen besondere Herausforderungen haben, muss Unterstützung besonders stark ankommen. Denn Chancengerechtigkeit bedeutet nicht, allen das Gleiche zu geben. Chancengerechtigkeit bedeutet, jedem das zu geben, was er braucht. [Beifall bei der CDU] Schließlich brauchen wir für gute Schulen eines ganz besonders: gute Räumlichkeiten. – Damit übergebe ich gleich an meinen Kollegen. – Denn unser gemeinsames Ziel ist klar: Wenn am kommenden Samstag die Schulanfänger ihre Schultüte tragen, zum ersten Mal durch das Tor ihrer Schule gehen, dann sollen sie eins spüren: Hier bin ich willkommen. Hier kann ich gut lernen. Hier werde ich gesehen. Hier bekomme ich die Unterstützung, die ich brauche. – Dafür benötigen wir ausreichend Lehrkräfte, gute Räume, gezielte Förderung und eine Politik, die handelt. Das ist der Anspruch für den Schulstart 2026/2027. Dafür stehen wir als CDU-Fraktion zusammen mit dem CDU-geführten Bildungssenat. – Vielen Dank! [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD]

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