Danny Freymark
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Lux, ich hoffe, Sie haben sich wieder ein bisschen beruhigt. Trinkwasserbevorratung im Haus ist auf high Level. Wir können gerne notfalls etwas reinholen. Aber man hat schon gemerkt, dass Sie sich da in Rage geredet haben, in Rage reden wollten. Ich weiß ja nicht, ob es in der Klimabilanz eine besondere Auffälligkeit gab mit dem Regierungswechsel zu SPD und CDU, dass danach auf einmal die Hitze doppelt so viel gestrahlt hat, die Sonne achtmal tiefer stand und 25 Grad oben draufgekommen sind. Das habe ich nicht so erlebt. Das habe ich nicht so gesehen. Deswegen können Sie uns gerne daran teilhaben lassen, warum Sie all diese klugen Vorschläge in den letzten Jahren nicht umgesetzt haben. [Beifall bei der CDU] Aber das Thema ist an sich zu wichtig, um es jetzt in Klamauk verlaufen zu lassen. Das sage ich auch ganz offen. Wir haben bei dem Thema Trinkbrunnen im Übrigen etwas geerbt, das wir gar nicht gut finden. Wir haben geerbt, dass die ein halbes Jahr nicht in Betrieb sind. Wir haben geerbt, dass sie die teuersten sind und sogar in den Rechnungshofbericht kommen. Ich kenne andere Themenbereiche, da sehen Sie den Rechnungshof als die Instanz schlechthin. Wenn es aber Ihre Themen sind, wenn Sie kritisiert werden, sagen Sie: Alles halb so wild, weil die Moral und das Richtige zu tun das Entscheidende ist. – Wir wollen keine Trinkbrunnen in dieser Stadt bauen, die nur ein halbes Jahr funktionieren, die im Rechnungshofbericht kritisiert werden und nicht den neuesten Standards entsprechen. Das wollen wir nicht. Wir wollen das Beste für Berlin, und deswegen haben wir hier bewusst ein Stoppzeichen gesetzt. [Beifall bei der CDU] Wenn ich in Ihren Antrag reinschaue – – Man kann ja so ein paar Sachen aufschreiben. Sie haben, glaube ich, bei den Zierbrunnen in Berlin ernsthaft vorgeschlagen, dass man da seine Hände und seine Füße reinhalten könnte, um ein bisschen kühles Wasser zu bekommen. Ich kenne nicht viele Anwesende, die bereit sind, ihre Hände oder ihre Füße in einen Berliner Zierbrunnen reinzumachen. Wir haben zum Thema saubere Stadt gerade ein bisschen miteinander diskutiert. Wir sind froh, wenn die Dinger überhaupt funktionieren. Wenn sie dann vielleicht noch sauber sind, kann man das mal versuchen. Aber das rettet doch nicht das Hitzethema. Sie haben einen kompletten Fakt außen vor gelassen, nämlich die Frage der Eigenverantwortung. Wenn die Leute in den Urlaub fahren, wenn sie nach Kreta fliegen oder nach Madrid, dann wissen sie, dass sie Sonnencreme einpacken müssen. Wenn wir in Berlin sind, dann erleben wir, dass die Sensibilität, der richtige Umgang mit Hitze offensichtlich bei uns allen nicht so ausgeprägt ist. Wir brauchen doch nicht so zu tun, als wären unsere Leute so doof, dass sie sich acht Stunden in die Sonne setzen und danach tot umfallen. Man hat natürlich eine Eigenverantwortung, und die Rahmen, die das begleiten, die es ermöglichen, dass man im Schatten sitzen kann, dass man Wasserverfügbarkeit hat, dass man kühle Räume hat, setzen wir. Aber bitte verschaukeln Sie die Berlinerinnen und Berliner nicht! Halten Sie sie nicht für doof oder für völlig hilflos! Das sind sie nicht.
