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Christian Hochgrebe

18.06.2026 Sitzungen 19/88

Vielen Dank, Herr Präsident! – Vielen Dank, Herr Abgeordneter, für die Frage! Natürlich sind diese Themen, die Sie in Ihrer Frage adressiert haben – Themen der Nachhaltigkeit, aber auch die Fragen: Wie wirkt sich so etwas eigentlich wirtschaftlich aus, wie wirken sich sportliche Großveranstaltungen in Berlin wirtschaftlich auch für den Landeshaushalt aus? – , zentrale Fragen, zentrale Anforderungen an Sportgroßveranstaltungen in Berlin. Ich finde, Berlin – und das darf man an dieser Stelle dann auch mal sagen – hat in der Vergangenheit mit den Special Olympics, mit der EURO 2024 und auch mit der NFL gezeigt, dass Berlin sportliche Großveranstaltungen kann und mit solchen Veranstaltungen nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt wird, sondern tatsächlich messbare Effekte für die Wirtschaft, die Stadtgesellschaft, den Tourismus, die Sportinfrastruktur, den Klimaschutz, aber auch für Teilhabe, für internationale Sichtbarkeit in Berlin hinterlassen werden. Genau das zeigen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. Sie zeigen, dass Berlin genau dafür belastbare Grundlagen geschaffen hat und dass wir gerade mit den Special Olympic World Games im Jahre 2023 schon ganz wichtige Impulse gesetzt haben für Inklusion, für Barrierefreiheit, und die UEFA EURO 2024 hat genau diese Prozesse fortgesetzt. Das zeigen auch die medialen, die sozialen und auch die wirtschaftlichen Effekte, die ich gerade schon genannt hatte. Wenn wir uns als Beispiel die EURO 2024 anschauen, dann konnten wir da ganz konkrete Maßnahmen auch für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Berlins und die Stadtrendite realisieren. Zentrale Instrumente wie Klimaschutz, Anpassungskonzepte, menschenrechtsbasierte Teilhabekonzepte, all das sind wichtige Punkte, die auch in die Zukunft fortwirken. Ich will beispielsweise auch die Future League noch einmal erwähnen, die Berlin als Netzwerk und Umsetzungsplattform aus der EURO 2024 davongetragen hat. Das sind genau die Grundlagen und die erfolgreichen Standards, die wir künftig auch für sportliche Großveranstaltungen weiter verstärken, verfestigen und übertragen wollen. Wenn Sie sich beispielsweise auch das Thema Nachhaltigkeit anschauen, ist gerade auch in der Presseberichterstattung zu lesen gewesen, dass der Kunstrasen, den wir auf der Fanzone verlegt hatten, weiterverwendet worden ist, und das ist ein Beispiel und ein Musterprojekt, das auch übertragen werden kann zum Thema Nachhaltigkeit. Die Fanzone wurde im Anschluss mit dem Premiumstatus ausgezeichnet, das will ich vielleicht auch noch einmal erwähnen, und gilt weltweit als allererste nachhaltig zertifizierte Fanzone. Damit wurde gezeigt, dass Nachhaltigkeit und Großveranstaltungen kein Gegensatz sind, sondern dass sie programmatisch zusammenpassen, dass hier messbar und überprüfbar Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann. Genau diese Nachnutzung auch temporärer Infrastruktur wird praktisch umgesetzt. Der Kunstrasen wurde nach der EURO unter anderem auch auf Schulhöfen, Kitahöfen und Sportflächen weiterverwendet, und das, was dann noch übriggeblieben ist, wurde ökologisch recycelt, und insofern auch hier ein großer Nutzen für die Nachhaltigkeit. Wenn ich als ein Beispiel noch die NFL erwähnen darf, die NFL mit dem Spiel im Jahre 2025, zwei weitere folgen noch, die Frau Senatorin Spranger erfolgreich nach Berlin geholt hat, und das ist auch gut so, war das ein wirtschaftlicher Erfolg für Berlin, das ging auch gerade durch die Zeitungen, mit 74,3 Millionen Euro, die in das Land Berlin geflossen sind. 373 Euro hat jeder Besucher pro Tag im Durchschnitt ausgegeben. All das kommt der Wirtschaft in Berlin zugute. Das kommt dem Landeshaushalt in Berlin zugute. Durch mehr Steuereinnahmen, aber auch durch die Tourismusabgaben haben wir die Kosten, die das Land Berlin für die NFL Games investiert hat, bei Weitem ausgeglichen und dort einen entsprechenden wirtschaftlichen Erfolg für den Berliner Landeshaushalt erzielen können. Genau diese wirtschaftlichen Effekte sind es, die dann auch zur Nachhaltigkeit beitragen. Insofern ist all dies messbar und nachvollziehbar. Berlin kann Sportgroßveranstaltungen nachhaltig, wirtschaftlich sinnvoll, und das sage ich auch mit Blick auf die Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele. [Benedikt Lux (GRÜNE): Ach so! Ach jetzt!] Frau Senatorin Spranger wird morgen gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister hierzu im Roten Rathaus mit den Spitzensportverbänden dafür werben, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele in Berlin ausgetragen werden. Auch hier wird das Gleiche erzielt werden, Nachhaltigkeit mit einem nachhaltigen Konzept unserer BERLIN+-Bewerbung für Berlin mit einem großen wirtschaftlichen Erfolg am Ende für das Land Berlin. – Vielen Dank! [Julian Schwarze (GRÜNE): Kurze Antwort!]

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