Lars Düsterhöft
Nein, da überlege ich es mir heute nicht anders. [Elke Breitenbach (LINKE): Ach komm jetzt!] Vielen Dank für die Nachfrage! Da, glaube ich, können wir uns annähern. Wenn wir uns die Zahlen anschauen, können wir beispielsweise feststellen, dass im Jahr 2024 ungefähr 1 000 Menschen mehr ihre Wohnung verloren haben, als in den Wohnungsmarkt zurückgekehrt sind. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen wohnungslos werden und die Kosten für die Unterbringung dieser Menschen weiter ansteigen. Letztlich muss dadurch die Solidargemeinschaft zusätzlich beansprucht werden. Wir brauchen also ein austariertes System. Wir können feststellen, dieses System der AV Wohnen ist es nicht. Das muss man so kritisch sagen, wobei ich auch weiß, dass unsere Senatorin das genauso sieht. Trotzdem haben wir mit der AV Wohnen einiges auf den Weg gebracht, was gerade möglich war. Beispielsweise haben wir dafür gesorgt, dass die Erprobungsklausel, der vierte Punkt in Ihrem Antrag, ausgeweitet wurde. Jetzt können beispielsweise auch Familien mit weniger als fünf Personen davon profitieren. Da sagt Frau Eralp übrigens, wir täten überhaupt nichts. [Elif Eralp (LINKE): Kaum etwas!] Ich kann feststellen: Wir tun etwas. Sie erzählen nicht das Richtige! Jetzt sagen Sie „kaum“, eben haben Sie gesagt „nichts“. [Vereinzelter Beifall bei der SPD] Das ist das, was Sie hier sagen, und das ist nicht in Ordnung! [Beifall bei der SPD] Ebenso, das ist der fünfte Punkt Ihres Antrags, fordern Sie mehr Transparenz. Dazu kann ich feststellen: Ja, wir brauchen mehr Transparenz, und wir sorgen dafür, dass ein Wohnungs- und Mietenkataster eingeführt wird. Das hat die Koalition im Abgeordnetenhaus gemeinsam auf den Weg gebracht. Dieses Kataster wird dafür sorgen, dass alle Berliner Mietwohnungen erfasst werden, ebenso die Mietpreise, die Wohnungsmerkmale, [Zuruf von Katina Schubert (LINKE)] und es werden dann auch Angaben zu den Vertragsparteien vorliegen. Das ist eine gute Grundlage, um mehr zu erreichen. [Beifall von Derya Çağlar (SPD)]
