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Ute Bonde

04.06.2026 Sitzungen 19/87

Danke schön, Frau Präsidentin! – Sehr geehrter Herr Abgeordneter Luhmann! Ich möchte an dieser Stelle zunächst auch wegen entsprechender Presseberichterstattung sehr deutlich sagen, dass mein Pflanzenschutzamt im intensiven Austausch mit den Straßen- und Grünflächenämtern steht und diese auch berät. Bereits im November haben wir empfohlen, dort, wo es notwendig ist, gerade an Kitas und Spielplätzen chemische und biologische Maßnahmen zu nutzen, wenn dieser Einsatz sorgfältig abgewogen worden ist. Zuständig für die Genehmigung dieses Einsatzes sind die Bezirksämter. Der Eichenprozessionsspinner ist ein nachtaktiver Schmetterling, kommt aus Mitteleuropa und tritt seit 2004 verstärkt auch in Berlin auf. Der heimische Schmetterling neigt besonders nach Trockenjahren zu Massenvermehrungen, die zu Kahlfraß an Eichen führen können. Massenvermehrungen hat es in den letzten 70 Jahren immer wieder gegeben. Wirtsbäume des Eichenprozessionsspinners sind, wie der Name schon sagt, Eichen. Bevorzugt werden lichte Eichenwälder, Bestandsränder und Einzelbäume an sonnigen und warmen Standorten von den Tieren. Beim Gefährdungspotenzial durch den Eichenprozessionsspinner wird zwischen der Gefährdung von Eichenbeständen und der Gefährdung der Gesundheit von Menschen unterschieden. Insofern haben wir sehr deutlich empfohlen, dass chemische und biologische Mittel entsprechend eingesetzt werden können. [Martin Trefzer (AfD): Frau Bonde! Das kann doch nicht wahr sein!]

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