Christopher Förster
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr King! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Das war hier so ein Sammelsurium von irgendwelchen wirren Argumenten. Entschuldigung, wenn ich das so sage! Warum betrachten Sie das nicht alles einfach mal aus Kundensicht, aus Sicht jedes Bürgers dieser Stadt und dieses Landes? [Beifall bei der CDU] – Danke! – Wir schreiben nirgendwo in den Antrag rein: Es muss eine VR-Maxx sein, es muss eine Visa-Karte, eine Debitkarte, was auch immer. Es geht darum, dass wir die Möglichkeit und die Voraussetzung schaffen, dass in Zukunft eine digitale Zahlmöglichkeit angeboten werden soll. Ich verstehe dieses ganze Problem und dieses Heraufbeschwören nicht. Wenn Sie glauben, dass wir Gewerbetreibende damit gängeln wollen – – Nein, im Gegenteil, wir wollen sie nicht gängeln, sondern wir wollen kundenfreundlich, nutzerfreundlich arbeiten. Darum geht es uns. Wir wollen etwas für viele Berlinerinnen und Berliner tun, die nämlich genau diese Erfahrungen gemacht haben, wie ich sie aufgezählt habe, die gesagt haben: Wir verstehen das nicht, wie kann das heute, im Jahr 2026, noch möglich sein, dass ich in ein Geschäft gehe, für 150 Euro essengehe, und am Ende kann ich nicht mit Karte zahlen? Und im Zweifel sagt der Wirt jedes Mal: Nur heute funktioniert die Kartenzahlung nicht und so weiter. Wenn Sie ausschließlich mit Bargeld arbeiten, entstehen Ihnen auch Kosten: Die Buchführung ist sehr aufwendig, Sie haben Gebühren bei der Geldeinzahlung und so weiter und so fort. Auch da entstehen Kosten. [Roman Simon (CDU): Hört! Hört! – Marc Vallendar (AfD): Das soll doch jeder selbst entscheiden!] Es gibt Studien, die das heute belegen und sagen: Digitale Bezahlmöglichkeit – Bargeldzahlungen ist ungefähr fiftyfifty, was die Kostenaufteilung betrifft. Wir reden jetzt nicht über Unsummen, die in Zukunft irgendwelche Gewerbetreibenden zahlen müssten. [Zuruf von Marc Vallendar (AfD)] Ich möchte das wirklich noch mal sagen, das ist der wichtige, entscheidende Punkt: Wir werden hier niemanden gängeln, wir wollen einfach etwas möglich machen. Und dass dem vier Fraktionen heute zustimmen wollen, finde ich, ist auch ein starkes Zeichen. Darüber freuen wir uns auch als Koalition, denn damit, glaube ich, hat die Mehrheit dieses Hauses auch bewiesen, dass sie das Problem – in Anführungsstrichen Problem – erkannt hat und dagegen vorgeht. Deswegen: Danke schon mal jetzt, dass Sie dieser Bundesratsinitiative Ihre Zustimmung signalisiert haben! – Danke! [Beifall bei der CDU]
