Dr. Robbin Juhnke
Das sind zum Beispiel die konkreten Maßnahmen einer Kompetenzstelle bei der Berlinischen Galerie für nachhaltiges und klimaneutrales Sammeln und Ausstellen, Beratungsanlaufstellen wie der Green Culture Desk, Pilotprojekte, Best-Practice-Beispiele bei verschiedenen Institutionen, die natürlich die Kulturverwaltung mit ihren Mitteln und ihrer Expertise aus der Verwaltung unterstützt. In der freien Szene wird das Kostümkollektiv gefördert und so weiter, also das sind praktische Beispiele und dass eine Vernetzung stattfindet und darüber gesprochen wird, ist, glaube ich, ohnehin selbstverständlich. Von daher wäre es jetzt Unfug, das hier, was Sie fordern, noch mit kostenintensiven Anlaufstellen oder anderen Dingen oder Doppelstrukturen zu unterfüttern. Ich glaube, das würde das Ganze insgesamt nur wieder nach hinten werfen. Das hört sich bei Ihnen in dem Antrag so ein bisschen an wie: Wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann gründe ich einen Arbeitskreis, der Klassiker. Sie haben da Vieles zusammengeschrieben, das will ich Ihnen gar nicht absprechen, aber dass daraus tatsächlich ein Mehrwert generiert wird, vermag ich nicht wirklich zu erkennen. Eine Sache will ich Ihnen bezüglich einer Forderung, die Sie da aufgestellt haben – ökologische Transformation hin zu einem klimaneutralen Kulturbetrieb – noch sagen. Transformation: Da darf ich höflich an den Transformationsfonds erinnern, den wir als Koalition in den Kulturhaushalt geschrieben haben, mit 17 Millionen Euro im Endeffekt, [Zuruf von Frank-Christian Hansel (AfD)] den Sie als Grüne vollkommen streichen wollten. In diesem Transformationsfonds sind ebenfalls ökologische Transformationsmaßnahmen drin. Das heißt also, das, was Sie auf der einen Seite fordern, streichen Sie auf der anderen Seite im Haushalt wieder zusammen. Das ist irgendwie nicht besonders logisch und erklärt auch, dass in diesem ganzen Antrag sehr viel Pose drin steckt, wenig Mehrwert, ein bisschen Show und, wie ich beim Transformationsfonds erkennen muss, sehr viel Posse, und das ist etwas zu wenig.
