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Dr. Bahar Haghanipour

07.05.2026 Sitzungen 19/85

Bitte schön, Herr Senator Evers! Bürgermeister Stefan Evers (Senatsverwaltung für Finanzen): Vielen Dank! – Vom Abstrakten ins Konkrete: Wir sind natürlich bestrebt, die Beschäftigten auf das, was passiert, vorzubereiten, ohne heute schon genau zu wissen, was passieren wird. Der Umgang mit künstlicher Intelligenz, das wissen wir, wird den Arbeitsalltag in den kommenden Jahren intensiv verändern und prägen. Wir selbst arbeiten an bestimmten Produkten, die das konkret zum Inhalt haben. Trotzdem müssen wir, glaube ich, unsere Beschäftigten bereits in der Breite dafür sensibilisieren, was KI für ihren Alltag bedeutet. Wir als Steuerverwaltung haben deswegen alle Führungskräfte über mehrere Tage – wirklich von den untersten bis zu den obersten Führungsebenen – zu einer Schulung eingeladen, die wir gemeinsam mit dem GovTech Campus durchgeführt haben. Die Finanzverwaltung ist in den letzten Jahren Mitglied des GovTech Campus geworden und arbeitet hier auch intensiv mit, um auf der Höhe der technologischen Entwicklung zu bleiben. In diesem Format haben wir gemeinsam mit dem GovTech Campus und der Expertise der dort versammelten Institutionen unsere Führungskräfte flächendeckend geschult und für die aktuellen Entwicklungen sowie das Veränderungspotenzial für die öffentliche Verwaltung allgemein und für die Steuerverwaltung im Besonderen sensibilisiert. Ich glaube, das ist für uns in der Berliner Verwaltung insgesamt, wie auch sonst in der Verwaltung, sehr wichtig, dass wir hier frühzeitig unsere Führungskräfte darauf vorbereiten, dass das natürlich Veränderungen im Umgang mit den Beschäftigten mit sich bringen wird. Das beeinflusst natürlich auch die Fragen, wer wofür an welcher Stelle gebraucht wird, wo wir durch Qualifizierungen Sorge dafür tragen müssen, dass niemand verloren geht, sondern immer genau dort einen Einsatz findet, wo er oder sie am dringendsten gebraucht wird. Das war ein wesentlicher Baustein dieser Vorbereitung: die Schulung unserer Führungskräfte über mehrere Tage hinweg. In welchen Bereichen sind wir bereits selbst in der Anwendung von KI aktiv? Das Thema BärGPT werden Sie kennen. Das nutzen wir natürlich auch in der Steuerverwaltung für unsere Zwecke. Wir nutzen im Kontext der juristischen Anwendung insbesondere Recherche-KI. Das Thema Steuerrecht gehört zu den komplexesten Rechtsgebieten überhaupt. Hier KI zum Einsatz zu bringen, um unsere Beschäftigten im Bereich der Recherche juristischer, steuerrechtlicher Sachverhalte zu entlasten, zahlt sich in jeder Hinsicht aus. Das spart unglaublich viel Zeit, und die Zeit kann sinnvoll an anderer Stelle eingesetzt werden. Wir streben an, einen KI-gestützten Assistenten, der speziell für die hessische Steuerverwaltung entwickelt wurde, auch für Berlin zu pilotieren. [Zuruf von Oda Hassepaß (GRÜNE)] Das Stichwort heißt hier Maxi. Maxi unterstützt Verwaltungsmitarbeitende bei der Bewältigung täglicher Aufgaben wie dem Verfassen, Korrigieren, Übersetzen und Zusammenfassen von Texten. [Zuruf von Antje Kapek (GRÜNE)] Damit wird andernorts schon gearbeitet. Wir möchten es für Berlin als nächsten Piloten übernehmen. [Catherina Pieroth-Manelli (GRÜNE): Können wir das nicht im Fachgespräch klären? Das ist ja unfassbar!] Ähnlich gehen wir insgesamt weiter vor. Wie identifizieren im Ländervergleich: Wo gibt es die besten Produkte? [Zuruf von Antje Kapek (GRÜNE)] Was können sie Berlin bringen? Bringen Sie Entlastung für die Beschäftigten? Bringen Sie Vorteile für unsere Kunden? [Beifall von Antje Kapek (GRÜNE) und Catherina Pieroth-Manelli (GRÜNE)] Dann werden wir sie auch zur Anwendung bringen, darauf können Sie sich verlassen. – Herzlichen Dank! Standing Ovations – für das Protokoll.

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