Christian Gaebler
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Frau Abgeordnete Aydin! Ab dem Jahr 2028 sollen in Berlin insgesamt elf neue Quartiere in das Programm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen und als Quartiersmanagementgebiete festgelegt werden. Die entsprechenden Beschlüsse der Bezirksämter liegen bereits vor. Den Senatsbeschluss wollen wir gerne im April herbeiführen. Ausgewählt wurden folgende Quartiere: Nauener Platz und Südpankepark in Mitte, Askanischer Platz in Friedrichshain-Kreuzberg, die Paul-Hertz-Siedlung in Charlottenburg-Wilmersdorf, die Neustadt-West und die Georg-Ramin-Siedlung in Spandau, der Tirschenreuther Ring in Tempelhof-Schöneberg, Britz-Nord und Britz-Süd in Neukölln, die Böhlener Straße in Marzahn-Hellersdorf sowie der Hausotterplatz in Reinickendorf. Die Auswahl erfolgte nach fachlichen Kriterien. Es handelt sich um Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf gemäß Monitoring Soziale Stadtentwicklung, in denen soziale Herausforderungen gebündelt auftreten. Gleichzeitig müssen die Quartiere auch eine geeignete Größe und Struktur haben, Entwicklungspotenzial für investive Maßnahmen aufweisen und durch die Bezirke organisatorisch getragen werden können. Das Quartiersmanagement ist ein zentrales Instrument der integrierten Stadtentwicklung, um im Bestand dafür zu sorgen, dass wir starke, lebendige Quartiere haben, in denen sich Menschen zu Hause fühlen. Es verbindet bauliche Aufwertung mit sozialer Stabilisierung. Vor Ort arbeiten Quartiersmanagementteams daran, Nachbarschaften zu aktivieren, Beteiligung zu organisieren, Netzwerke zwischen lokalen Akteuren und Akteurinnen aufzubauen und konkrete Projekte umzusetzen. Dazu gehört auch die Schaffung von Begegnungsorten, die Stärkung von Bildungs- und Freizeitangeboten und die Aufwertung des öffentlichen Raums. Es geht auch wirklich darum, Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich für ihre Nachbarschaft einzusetzen, sie dabei zu unterstützen, Quartiere damit langfristig zu stabilisieren, soziale Teilhabe zu verbessern und den Zusammenhalt im Kiez zu stärken. Möglich wird die Aufnahme neuer Gebiete, weil gleichzeitig 19 bestehende Quartiersmanagementgebiete abgeschlossen werden.
