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Elif Eralp

LINKE 26.03.2026 Sitzungen 19/83

Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Berlinerinnen und Berliner! Gemeinsam mit den Grünen haben wir heute diese Aktuelle Stunde beantragt, denn es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln, und es braucht mehr Schutz für Frauen vor sexualisierter Gewalt. [Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN – Beifall von Sebahat Atli (SPD) und Mirjam Golm (SPD)] Die Scham muss die Seite wechseln ist der Leitsatz der Autobiografie von Gisèle Pelicot, in der sie von dem, was ihr angetan wurde, der jahrelangen sexuellen Gewalt und den Vergewaltigungen durch den eigenen Ehemann und seinesgleichen, berichtet, aber in der sie auch anderen Frauen Mut macht, sich zu wehren. Beim Gerichtsprozess gegen die Täter, den sie nicht hinter verschlossenen Türen führen wollte, sagte sie: Ich will anderen Frauen Mut machen. Ich will, dass sie keine Scham mehr verspüren. Nicht wir sollten uns schämen, sondern sie. [Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN] Das beeindruckt mich tief, und genauso beeindruckt mich, wie jetzt Collien Fernandes nicht geschwiegen hat, sondern laut ausgesprochen hat, was ihr angetan wurde, was Millionen von Frauen von Männern, vor allem von Männern, angetan wird. Es trifft auch Kinder, es trifft auch queere Menschen und andere, und es muss endlich aufhören. [Beifall bei der LINKEN und den GRÜNEN] Ich möchte ein paar Zahlen nennen – nicht weil Zahlen alles sagen, denn das Dunkelfeld ist enorm, sondern weil manche erst dann zuhören, wenn etwas gemessen wurde.

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