Frank-Christian Hansel
Frau Präsidentin! Liebe Kollegen! Liebe Berliner! Unternehmer tragen Verantwortung, Verantwortung für ihre Mitarbeiter, für deren Familien, für ihre eigene Familie. Deshalb ist eine Unternehmensnachfolge niemals nur eine wirtschaftliche Entscheidung. Sie ist immer auch eine Entscheidung über Lebenswege, über Existenzen und über Verantwortung. Sie glauben offenbar, man könne das Unternehmensnachfolgeproblem lösen, indem man Beratungsstellen stärkt, Plattformen ausbaut und neue Programme auflegt. Eine Unternehmensnachfolge scheitert in der Realität aber nicht daran, dass es zu wenige Workshops oder Beratungsangebote gibt, sie scheitert an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Es ist schon genannt worden: Die Energiekosten sind zu hoch, die Bürokratie wächst weiter, und die wirtschaftliche Planungssicherheit nimmt eher ab als zu. Wer unter solchen Bedingungen einen Betrieb übernimmt, übernimmt nicht nur eine Chance, er übernimmt ein erhebliches Risiko. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Unternehmer keine Nachfolger finden. Und genau aus diesem Grund brauchen wir nicht in erster Linie neue Programme, sondern bessere Rahmenbedingungen, die Berlin wieder zu einem Standort machen, an dem sich Unternehmertum lohnt, da bin ich ganz bei Kollege Schaal. [Beifall bei der AfD] Die Unternehmensnachfolge, liebe Berlinerinnen und Berliner, ist am Ende eine Frage des Vertrauens: Vertrauen in den Standort, Vertrauen in die wirtschaftspolitische Vernunft – daran mangelt es hier auf der linken Seite immer – und Vertrauen darein, dass unternehmerisches Engagement in dieser Stadt auch gewollt ist. Das ist auf der rechten Seite des Hauses der Fall. Wenn dieses Vertrauen allerdings fehlt, hilft auch die beste Nachfolgezentrale nichts. Wenn dieses Vertrauen aber vorhanden ist, werden sich auch wieder Menschen finden, die Verantwortung übernehmen wollen, für ihre Betriebe, für ihre Mitarbeiter und für die wirtschaftliche Zukunft unserer Stadt; so wie wir als AfD politische Verantwortung übernehmen wollen und werden, um dieses Vertrauen wiederherzustellen. Dabei kann uns dann auch die CDU irgendwann mal unterstützen. – Vielen Dank! [Beifall bei der AfD]
