Harald Laatsch
Danke, Herr Präsident! – Meine Damen und Herren! Das ist wirklich putzig. Die Partei, die fünf Jahre – in Worten: fünf Jahre – brauchte, um eine Wärmepumpe in ihrer Parteizentrale einzubauen, will Mieter vor Gasheizungen schützen. Sie schützen also wieder mal die Menschen? Frau Schmidberger ist ja professionell in Sachen Menschenschutz, [Katrin Schmidberger (GRÜNE): Ja, ich liebe Menschen!] die ohne ihr Wirken gar keinen Schutz bräuchten. [Beifall bei der AfD] Ohne den sinnlosen Streit Ihrer Frau Baerbock mit Russland und Ihren irren Beschlüssen der EU, auf russisches Gas zu verzichten, nachdem die EU-Präsidentin gestern eingestanden hat, dass es ein Fehler war, Kernkraftwerke zu zerstören, und ohne ihre CO₂ -Steuer gäbe es gar kein Problem, meine Herrschaften, vor dem irgendjemand beschützt werden müsste. [Beifall bei der AfD] Liebe Berliner! Schaut genau hin! Schaut genau hin, liebe Berliner, es ist ein Klassiker der Altparteien, Probleme zu schaffen und sie danach als Retter lösen zu wollen. Sie werden es nicht tun. Kommen wir zur Alternative zur Gas- oder Ölheizung, die gibt es ja auch noch, Habecks Wärmepumpe: Jetzt schicke ich mal voraus: Ich betreibe seit 2007 insgesamt drei Wärmepumpen, und ich mache jede Wette, Frau Schmidberger, Sie haben keine. Sie hatten noch nie eine, Frau Schmidberger! [Katrin Schmidberger (GRÜNE): Ich bin Mieterin, keine Eigentümerin!] Es gibt Anwendungsfälle, da ergibt sie Sinn, aber mitten in einer dicht besiedelten Großstadt, zwischen Häusern, die mindestens sechsgeschossig sind, wo holt da die Wärmepumpe die Wärme? Aus der Luft? – Im Winter nicht besonders effizient! Sie kennen das alle aus dem Urlaub im Süden. Da hängt die Klimaanlage außen an jeder Wohnung und rappelt vor sich hin. Genau das ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe, meine Damen und Herren. Aus Flächenkollektoren, die, wie der Name schon sagt, in der Fläche ausgebreitet werden? – Das kommt in einer dicht besiedelten Stadt wie Berlin nicht infrage, weil es die Flächen nicht gibt. Durch Tiefbrunnen? – Das heißt Löcher bohren, 50 bis 200 Meter tief – eine sinnvolle Sache, aber teuer. Als Geothermie wurde das hier mehrfach bezeichnet. Die oben erwähnte fünf Jahre Wärmepumpensanierung der Grünen hat 5 Millionen Euro gekostet. In Worten: fünf Millionen Euro, meine Herrschaften. Nun lässt das gute Vergleiche zu, weil die Parteizentrale eigentlich ein Wohnhaus ist, welches von den grünen Mieterrettern für ihre Parteizwecke zweckentfremdet wird. [Katrin Schmidberger (GRÜNE): Haben Sie keine anderen Probleme als unsere Parteizentrale?] Sie missbrauchen Wohnraum für Ihre Parteizwecke, meine Herrschaften! Ja, Sie hören richtig: Zweckentfremdeter Wohnraum bei den Kämpfern gegen Zweckentfremdung! [Beifall bei der AfD] Die 5 Millionen Euro, die die Grünen ausgegeben haben, ergeben bei einem vergleichbaren Wohnhaus rund 16 Euro pro Quadratmeter mehr an Miete im Monat, und das noch ohne Zinsen, meine Herrschaften. Also liebe Mieter, die heute für 7 Euro mieten, Ihr zahlt dann 23 Euro dafür, dass sich das Glück der Grünen erfüllt hat. [Rolf Wiedenhaupt (AfD): Unglaublich!] Was passiert, wenn die grünen Klimaterroristen die Strominfrastruktur zerstören, wie neulich im Südwesten der Stadt, weil sie das Klima schützen wollen? – [Lachen von Katrin Schmidberger (GRÜNE)] Dann ist zappenduster mit Wärmepumpen. Eine Gasheizung braucht nur ein bisschen Steuerstrom. Das kann man puffern. [Katrin Schmidberger (GRÜNE): Hat ja voll gut geklappt beim Stromausfall!] Die Wärmepumpe braucht Strom als Energiequelle in großen Mengen. – Frau Schmidberger, hören Sie zu, Sie lernen hier gerade was! [Werner Graf (GRÜNE): Oh, der alte weiße Mann!] – Ja, alter weißer Mann! Sie haben völlig recht. Das trifft es auf den Punkt. – Deshalb lasst uns die Energiesteuern senken und Gas aus Russland kaufen – danke, Herr Stroedter, dass jetzt auch Sie zur Vernunft gekommen sind – , statt außenpolitisch auf der ganzen Welt herumzustänkern, wie es Ihre Frau Baerbock getan hat, die den Russen sogar den Krieg erklärte. [Zuruf von Katrin Schmidberger (GRÜNE)] Bitte nie vergessen, liebe Berliner: Die hohen Energiepreise sind von allen Altparteien so gewollt. Ihr sollt damit zum Sparen erzogen werden, siehe nächste Tankstelle, ihr könnt es heute dort ablesen. [Zuruf von Katrin Schmidberger (GRÜNE)] Alle gemeinsam verfolgen dieses Ziel, und besonders Grüne und CDU. Fallt auch nicht auf das Märchen herein, man könnte die Wärmepumpe im Winter mit Solaranlage auf dem Dach mit Strom versorgen. Der Solarstrom reicht im Winter gerade mal zum Kaffeekochen, aber ganz sicher nicht zum Heizen. [Katrin Schmidberger (GRÜNE): Das ist eine steile These!] – Ich habe auch Solarstrom, Frau Schmidberger. Das unterscheidet uns beide. – Dann braucht ihn niemand, und wir müssen ihn im Sommer kostenpflichtig exportieren. [Zuruf von Ülker Radziwill (SPD)] Ist so weit klargeworden, was wir von Ihrem Antrag halten, meine Herrschaften? – Ganz herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! [Beifall bei der AfD – Zuruf von den GRÜNEN]
