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Dennis Buchner

12.03.2026 Sitzungen 19/82

Bitte sehr, Frau Senatorin! Bürgermeisterin Franziska Giffey (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe): Vielen Dank für die Nachfrage! – Wir haben ja in den nächsten Tagen eine Kommunikation auch darüber, dass schon am 11. März eine neue Studie zum Status quo und zum Entwicklungspotenzial der sozialen Unternehmen in Berlin veröffentlicht worden ist. Ich empfehle Ihnen die sehr, denn dort wird noch mal vermerkt, dass wir in unserer Stadt wirklich sagen können, wir sind zentraler Standort für soziales Unternehmertum in Deutschland, aber auch im europäischen Vergleich. Wir haben rund 3 000 idealtypische soziale Unternehmen in der Hauptstadt, die aktiv sind. Das entspricht etwa 2 Prozent aller Berliner Unternehmen. Wir sehen es ganz klar so, dass natürlich, wenn wir eine Vergaberechtsreform machen, wenn wir das Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz anfassen, so wie Sie es gesagt haben, das Thema soziale und ökologische Standards ein wichtiger Bestandteil auch in Zukunft davon sein wird. Wir wollen, dass eben dieses unternehmerische Handeln, das mit sozialen und ökologischen Zielen verbunden wird, weiterhin ein Idealtypus der sozialen Unternehmen in Berlin ist. Dazu gehört, dass mindestens 50 Prozent der Gewinne reinvestiert werden und mindestens die Hälfte ihrer Einnahmen am Markt erwirtschaftet wird. Wir gehen davon aus, dass soziale Unternehmen gerade im Gesundheits- und Sozialwesen, aber auch im Handel besonders erfolgreich sind. Für uns ist es völlig klar, dass wir unsere Förderpolitik, unsere Beratungsstrukturen, die wir haben, eben danach ausrichten, dass wir genau diese Unternehmenstätigkeit fördern können. Das haben wir ja schon entsprechend ausgeführt. Ich will noch mal sagen, die aktuelle Statistik sagt, im Jahr 2024 haben die befragten Unternehmen, also die sozialen Unternehmen, einen durchschnittlichen Umsatz von 1,79 Millionen Euro erzielt. Hochgerechnet ergibt sich also für den gesamten Sektor ein geschätzter Gesamtumsatz zwischen 5 und 6 Milliarden Euro. Das ist schon ein enormer Wert. Wenn man das sieht, dann ist ganz klar, dass wir den Studienempfehlungen, die gerade veröffentlicht worden sind, also eine langfristige strategische Verankerung der Förderung des sozialen Unternehmertums – – , dass wir das natürlich in unseren wirtschaftspolitischen Strategien machen. Auch das Thema Sichtbarkeit, eine bessere Ausgestaltung der Förderinstrumente, die Fokussierung darauf sind für uns ein Auftrag – und natürlich das Ökosystem insgesamt aufzubauen. Das machen wir auch in vielen anderen Branchen. Das ist wichtig, genauso, die Wirtschaftsförderungen, sowohl in den Bezirken als auch bei uns im Land, darauf auszurichten. Für uns ist natürlich ein Thema Venturecapital, der Finanzsektor, das heißt, die Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sein wollen, brauchen natürlich auch eine entsprechende Finanzierungsunterstützung. Wir haben gerade mit der Initiative Female-Capital, die wir voranbringen und unterstützen, ganz klar den Fokus, Venturecapitalgeber, Investoren auf das Thema soziales Unternehmertum zu lenken und damit ganz besonders auch die Gründungen von Frauen zu unterstützen. Wenn Sie da mehr wissen wollen, die Studie ist aktuell schon auf Berlin.de veröffentlicht, auf der Seite unserer Wirtschaftsverwaltung. Lesen Sie da gerne mal rein. Da haben wir ganz frisch vom 11. März, sozusagen von gestern, aktuelle Daten und Fakten, und das passt doch sehr schön, dass diese Frage heute hier gestellt wurde. – Vielen Dank!

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