Dennis Buchner
Das beantwortet Frau Senatorin Giffey. – Bitte schön! Bürgermeisterin Franziska Giffey (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Sehr gerne beantworte ich Ihre Frage. Wir haben natürlich eine vielfältige Wirtschaftslandschaft in Berlin, aber das Thema soziale Unternehmen nimmt zunehmend an Entwicklung auch zu. Wir sehen, dass es sehr viele Unternehmen gibt, die sich eben nicht nur einem wirtschaftlichen Profit verschreiben, sondern wirklich auch gemeinwohlorientiert agieren, ganz besonders beim Thema der Frauen, die gründen, die hier ihre Unternehmen voranbringen. Auch im Start-up-Bereich sehen wir zunehmend eine Orientierung auf die Themen Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung, auch auf die Frage, wie Beschäftigung sozial organisiert werden kann, wie man zum Beispiel Menschen, die am Arbeitsmarkt schwerer zu vermitteln sind, eben in die Arbeit in sozialen Unternehmen bringt. Das heißt, die Fokussierung eines sozialen Unternehmertums geht sowohl in die Richtung der entsprechenden Beschäftigung von Menschen, die es vielleicht schwerer am Arbeitsmarkt haben, als auch von Unternehmenszielen, die sozialen Zwecken dienen. Wir unterstützen diese Tätigkeit sehr stark vonseiten der Wirtschaftsverwaltung, haben auch entsprechend eine gute Vernetzung, machen regelmäßig Veranstaltungen zu diesen Themen und sind mit der IHK im Austausch dazu. Wir denken, dass das auch ein wichtiger Teil der Berliner Wirtschaftsstruktur ist, dass eben das soziale Unternehmertum, die Verbindung von wirtschaftlicher Stärke, guter Arbeit, Innovationsgeist und nachhaltigen Themen wirklich ein Merkmal der Wirtschaft unserer Metropolregion sein kann und in Berlin natürlich ganz besonders gute Beispiele dafür stehen. Ich kann Ihnen sagen, wenn wir den Unternehmerinnenpreis verleihen, das haben wir in diesem Jahr wieder gemacht, haben wir mehrere hervorragende, innovative und auch erfolgreiche Unternehmensideen dabei, die tatsächlich dem sozialen Unternehmertum zuzuordnen sind. Ich würde ganz klar sagen, soziales Unternehmertum heißt nicht, dass man im Geschäft minus macht, sondern das heißt, dass auch Geld verdient wird, aber eben mit einem gemeinwohlorientierten und auf die Beschäftigten und Gute Arbeit orientierten Angang. Ich finde, das passt sehr gut zum Wirtschaftsstandort Berlin. – Vielen Dank!
