Iris Spranger
Sehr verehrte Frau Präsidentin! Sehr verehrter Abgeordneter! Ich finde es schon spannend, was Sie als letzten Satz sagten: Dass das Ganze mit meiner Arbeit nichts zu tun hat. Ich habe vorhin sehr klar gesagt, was wir in Berlin alles machen. Die Justizsenatorin hat es gesagt. Jeder einzelne Fall von Gewalt ist einer zu viel, da haben Sie recht, und jeder Fall, und das zeigt auch gerade die Vergewaltigung dieses jungen Mädchens, ist ein Skandal, ja! Sexualisierte Gewalt wird von uns rigoros verfolgt. Sie sehen – die Justizsenatorin hat es hier vorhin auch gesagt – , wir haben über die Polizei Berlin, die Justiz und die Staatsanwaltschaft sehr viele Maßnahmen, die wir machen. Ich werde keinerlei Zahlen beschönigen. Ich habe gestern klar gesagt, wo wir in der Gesamtstatistik nach unten gegangen sind. Darüber bin ich sehr froh. Ich habe aber auch sehr klar gesagt, wo wir noch Erhöhungen haben. Ja, das habe ich gesagt, und jeder Fall ist einer zu viel. Aber noch mal: die Anzeigenbereitschaft zeigt auch, dass wir das dann aufdecken. Ich rufe immer wieder dazu auf: Machen Sie Anzeigen! Gehen Sie zur Polizei! Die Polizei ist nicht nur sehr gut dafür geschult, sondern die Polizei unternimmt sofort etwas dagegen, was wir im Übrigen auch bei der Vergewaltigung gemerkt haben. Die Sozialarbeiter haben es leider nicht gemacht, und darüber bin ich sehr entsetzt, das muss ich deutlich sagen. Die Polizei hat es sofort gemacht. [Beifall bei der CDU – Vereinzelter Beifall bei der SPD] Ich bin der Polizistin sehr dankbar, dass sie das junge Mädchen zu ihren Eltern begleitet hat und dann nicht nur Aufklärung gefordert hat, sondern auch tatsächlich reagiert hat. Ich bin jemand, die klar sagt, wie es ist. Das habe ich selbstverständlich gemeinsam mit der Polizeipräsidentin gestern auch gemacht. Ich werde nicht über das Stöckchen springen, was Sie mir immer versuchen hinzuhalten. – Herzlichen Dank! [Beifall bei der SPD und der CDU – Beifall von Bettina Jarasch (GRÜNE) und Klara Schedlich (GRÜNE)]
