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Martin Trefzer

AfD 12.02.2026 Sitzungen 19/80

Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Ich möchte Ihnen an der Stelle doch noch mal widersprechen, Frau Bozkurt. Sie waren doch auch in Paris dabei, als wir STATION F besucht haben. Sie können sich doch nicht hier hinstellen und so tun, als ob Innovationen im luftleeren Raum entstehen würden. Das wissen Sie doch ganz genau. Ich will Ihnen gar nicht widersprechen, was den Dreiklang anbelangt, den Sie gerade angesprochen haben, aber alles, was Sie hier gesagt haben – Austausch, Vertrauen, Skalierung – , was glauben Sie denn, wo das entsteht? Das bedarf der Strukturen, um es in realisierte unternehmerische Konzepte umzusetzen. Das ist doch genau das, was wir in Paris gehört haben. [Zuruf von Torsten Schneider (SPD)] Ich habe in meiner Rede und auch in dem Antrag überhaupt nicht in Abrede gestellt, dass es in Berlin sehr gute Ansätze gibt. Wir haben hier gute Start-up-Ökosysteme, aber ein zentraler Start-up-Hub ist noch einmal etwas ganz anderes, der eben branchenunabhängig vielen, vielen Start-ups die Möglichkeit eröffnet, leichter mit Kapitalgebern ins Gespräch zu kommen, regulatorische Vorschriften leichter zu überwinden und überhaupt Mitarbeiter zu akquirieren und auch Partnerunternehmen für diese Ideen zu finden. Ich glaube, das Beispiel in Paris hat uns sehr deutlich gemacht, dass so ein zentrales Start-up-Zentrum eben nicht in Konkurrenz zu all den anderen Initiativen und Start-up-Factorys und Start-up-Hubs steht. Wir haben sehr gute Ansätze. Ich habe in meiner Rede auch die Grundsteinlegung für das Zentrum für Gen- und Zelltherapie erwähnt, ein wirklich großartiges Projekt. Wir hatten dazu am Montag die Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft, bei dem Sie nicht dabei waren. Aber, liebe Frau Bozkurt, da passen ungefähr 20, 30, 40 Biotech-Start-ups hinein, und wir reden über ein Potenzial von Hunderten und Tausenden Start-ups in Berlin. Paris zieht gerade noch ein größeres Hub am Stadtrand hoch, das für Hunderte und Tausende Start-ups Raum schaffen muss. Also: Die Quintessenz Ihrer Aussage war, es reicht aus, innovative Ideen in den Raum zu stellen, und dann finden sie schon irgendwie ihren Weg in die unternehmerische Realisierung. Das stimmt so leider nicht, Frau Bozkurt. [Beifall bei der AfD] Es bedarf konkreter Strukturen, um innovative Ideen auch in Entrepreneurship umsetzen zu können, und da gibt es nun mal Beispiele, bei denen wir uns eine Scheibe abschneiden können. Das sollten wir an der Stelle tun und nicht irgendwie nonchalant sagen: Na ja, das ist irgendetwas, das die AfD in den Raum stellt. – Das ist doch etwas, das in anderen Ländern sehr gut funktioniert. Dann vielleicht noch mal zu den Rahmenbedingungen, weil ich dazu in meiner Rede nichts gesagt habe: Natürlich gehören Rahmenbedingungen und gute Standortbedingungen dazu, damit so etwas funktioniert. Kollege Hansel sagt das immer wieder: Wir brauchen vernünftige Energiepreise, wir brauchen Deregulierung, wir brauchen Entbürokratisierung, wir brauchen Offenheit, aber wir brauchen auch Sicherheit für die Mitarbeiter von großen internationalen Unternehmen. Die kommen nach Berlin und haben Angst, abends in die U-Bahn zu gehen, wenn sie nach Hause fahren. Das ist ein Problem, das Sie mit zu verantworten haben, Frau Bozkurt! [Beifall bei der AfD] Diese Leute brauchen auch Wohnraum. Da kenne ich ganz konkrete Fälle von internationalen Start-up-Mitarbeitern, die finden überhaupt keine Wohnung und kommen deswegen nicht nach Berlin. Das nächste Startup wird dann in Paris oder London gegründet. Das sind die Probleme, die Sie mit zu verantworten haben: Sicherheit und Wohnraum. – Danke schön! [Beifall bei der AfD]

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