Benedikt Lux
Vielen Dank, Herr Kollege Zander, für die Frage. Ich habe für die Anwohnerinnen und Anwohner gesprochen, aber Sie können mir gern die Anwohnerinnen und Anwohner benennen, die dort für die Fällung von 110 alten, wunderschönen Bäumen sind, die Sie sich vielleicht auch schon einmal angeschaut haben. Dann gehen wir in das Gespräch, gehen in die Abwägung: Ist es nicht sinnvoller, für eine kurze Zeit des Umbaus und um die Bäume zu schützen, eine sinnvolle Verkehrsführung zu machen und dafür die Bäume zu erhalten, oder sagt man: Wir machen Kahlschlag wie immer, schaffen Fakten, wir überprüfen nicht auf Grundlage des neuen Gesetzes, dass Sie mitbeschlossen haben, ob diese Bäume dort gefällt werden. – Sie haben das Gesetz hier mitbeschlossen. Jetzt schütteln Sie den Kopf. Sie haben doch am 3. November – – Wissen Sie nicht mehr, wofür Sie die Hand gehoben haben? [Beifall bei den GRÜNEN – Beifall von Tobias Schulze (LINKE)] Jetzt wollen Sie nicht, dass auf Grundlage dieses Gesetzes – neues Gesetz, jetzt überprüfen wir mal –, geprüft wird, ob das noch sinnvoll ist. Nein, Sie sagen: weg damit. – Das ist Ihre Halbwertzeit. Ich habe noch ein absurderes Beispiel. Sie kümmern sich ja redlich um Tempelhof-Schöneberg. Aber schauen Sie einmal ins schöne Hellersdorf, an den Auerbacher Ring. Dort wird eine Schule gebaut – richtig so! –, aber gleichzeitig planen Sie dort auch, 30 gewachsene, alte Bäumchen in einem kleinen Wäldchen roden zu lassen, um an der gleichen Stelle später ein paar Sonnensegel hinzuhängen, aus Plastik oder so, und das dann Chill-Hain zu nennen. Also, Sie fällen einen Hain by Nature, um danach einen Chill-Hain für die Schülerinnen und Schüler zu bauen. Da kann man nicht wirklich gechillt sein. Das ist die Folge, wenn man der CDU vertraut. [Beifall bei den GRÜNEN]
