Klara Schedlich
Guten Tag, Frau Präsidentin! – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Passivrauchen ist – wissenschaftlich bewiesen – schädlich für Menschen, für Kinder und birgt erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen, Infektionen, Asthma und Allergien. Wer auf Berliner Spielplätzen raucht, muss mit einem Bußgeld von circa 25 Euro rechnen. Das Rauchverbot ist aber momentan nur implizit geregelt und es würde sich lohnen, hier rechtlich nachzuschärfen. Spielplätze übrigens wurden damals überhaupt nur erfunden, um die Kinder von den Straßen wegzubekommen, von den Straßen, die sie früher auch bespielen konnten. Aber dann musste oder wollte man Platz für die Autos haben, damit diese ungestört fahren können. Kinder sind aber Teil dieser Gesellschaft und haben damit auch das Recht, sich im öffentlichen Raum aufhalten zu können. Es reicht nicht, sie auf diesen eingezäunten, eingeschränkten Flächen zu schützen. Der Gesundheitsschutz von Kindern muss überall das Ziel sein. Da darf die Politik keine Mühe sparen. [Beifall bei den GRÜNEN] Wenn es nach mir ginge, sollten wir berlinweit das Rauchen überall dort verbieten, wo Kinder sich oft aufhalten, das heißt, in der Nähe von Schulen und Kitas, in Parks, auf Sportplätzen, rund um alle Freizeitaktivitäten in den Kiezen. In Schweden ist das übrigens schon Realität, um Kinder besser zu schützen. Lassen Sie uns über Kinderschutz überall in Berlin sprechen und die Gesundheit von Kindern zu einer politischen Leitlinie aller demokratischen Fraktionen machen! Dafür braucht es aber keinen Antrag der AfD von Rechtsaußen und keinen Diskurs mit Rechtsaußen. – Vielen Dank! [Beifall bei den GRÜNEN – Beifall von Regina Kittler (LINKE)]
