Ute Bonde
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Abgeordnete Hassepaß! Das neue Angebot des Azubitickets basiert auf einem Deutschlandticket, das unter bestimmten Voraussetzungen an Azubis vergünstigt abgegeben wird. Es soll, wie das Deutschlandsemesterticket, 60 Prozent des Deutschlandticketpreises kosten. Für das Jahr 2026 sind das 37,80 Euro pro Monat. Das Azubiticket beruht auf zwei Bausteinen: Auszubildende in dualer Ausbildung können es auf Basis des Deutschlandticket Job mit einem Zuschuss des Arbeitgebers erwerben. Hier wird aktuell auch an einer Lösung für Azubis kleiner Unternehmen gearbeitet, die bislang keinen Firmenticketvertrag abschließen können. Azubis in voll schulischer Ausbildung, Teilnehmer des FÖJ, des FSJ, Bufdis sowie Beamtenanwärter der Laufbahngruppe 1 erhalten ein klassisches Deutschlandticket mit Zuschuss des Landes. Die Umsetzung des Azubitickets wird von allen Beteiligten vorangetrieben. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und die Verkehrsunternehmen haben dafür schon sehr gute Vorarbeiten für die Einführung im Frühjahr 2026 im Land Berlin geleistet. Meine Senatsverwaltung hat Ende 2025 noch ein Memorandum of Understanding mit der IHK und der Handwerkskammer Berlin gezeichnet. In diesem verständigen sich die Partner, das neue Angebot nach außen und innen als positiven Beitrag im Interesse einer Mobilitätswende, einer Verbesserung der Mobilität und Teilhabe von Auszubildenden und zur Erhöhung der Attraktivität einer beruflichen Ausbildung zu vertreten. Die Industrie- und Handelskammer und auch die Handwerkskammer in Berlin wirken auf ihre Mitgliedsunternehmen ein, Jobticket-Rahmenverträge abzuschließen und ihren Auszubildenden ein solches Azubiticket anzubieten. Zuletzt hat der VBB-Aufsichtsrat im Dezember um die Prüfung der Einführung dieses Ticketangebots auch im Land Brandenburg geworben und getagt. Im Sinne der überregionalen Verflechtungen in der Metropolregion Berlin-Brandenburg wäre eine gemeinsame Einführung der Länder wünschenswert. Diese Prüfung erfolgt aktuell durch das Land Brandenburg und soll kurzfristig abgeschlossen sein.
