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Tommy Tabor

AfD 04.12.2025 Sitzungen 19/76

Frau Khalatbari! Vielen Dank für Ihre Einlassung. Zum Thema Sprachstandfeststellung: Da wissen wir ja alle, das hat in der Vergangenheit nicht so wirklich gut funktioniert, und da sind wir schon seit Jahren dran. Jetzt wollen Sie noch über das Kita-Chancenjahr versuchen, es zu verbessern, aber ich kann Ihnen jetzt schon mal prophezeien: Auch das wird nicht der Schlüssel zur Lösung sein, sondern wir müssen hier mit Sicherheit ein mehrgliedriges System fahren, um die vielschichtigen Probleme in dieser Stadt irgendwie in den Griff zu bekommen. Zu den Formulierungen, bei denen Sie uns vorgeworfen haben, dass das schlecht ausgearbeitet sei: Das sind die Formulierungen aus dem alten Gesetz. Dann war ja das alte Gesetz, das mal gültig war, auch schlecht ausformuliert. Wir haben uns da einfach drangekoppelt, und dementsprechend kann ich mir nicht vorstellen, dass das so der Wahrheit entspricht, wenn Sie das so formulieren. Eine Frage aber grundsätzlich erst mal an Sie: Wie zweckmäßig ist es denn, die Vorschularbeit in der Kita zu leisten, wenn es sich um jahrgangsübergreifende Gruppen handelt? Die meisten Kitas in Berlin sind ja nun mal genau so ausgestattet, zumindest nach meiner Erfahrung. Wie sollen denn dann die Erzieher die Kinder, die dann demnächst in die Schule gehen sollen, adäquat altersgerecht für die Schule unterrichten? Das frage ich mich, wie das wirklich in der Praxis funktionieren soll. Es mag sicher Ausnahmen geben, aber in der breiten Masse, bei den Problemen, die wir gerade in Gegenden mit Brennpunktschulen haben, ist das meines Erachtens nicht machbar. Die Bildungssenatorin, sie ist ja heute leider nicht da, [Heiko Melzer (CDU): Ist entschuldigt!] hat erst dieses Jahr gefordert, sie wolle sogar drei verpflichtende Vorschuljahre. So weit gehen wir ja nicht mal. Sie wollte gleich drei, keine Ahnung, wie da die Pferde mit ihr durchgegangen sind, aber drei halte ich jetzt auch für zu viel. Aber eins – Ihre Spitzenkandidatin für das Europaparlament, Hildegard Bentele, 2017, hat das auch noch gefordert –, ein einjähriges Vorschulbereitungsjahr sollte obligatorisch sein. Sie war auch dafür. Der Generalsekretär der CDU-Berlin 2013, jetzt ist er ja unser Bürgermeister, war damals schon für die Wiedereinführung der Vorschulklassen. Dann hat er damit Wahlkampf gemacht. Jetzt haben Sie gesagt: Na ja, jetzt sind wir in der Regierung, jetzt müssen wir verantwortungsvolle Politik machen – heißt das etwa, der jetzt Regierende Bürgermeister ist so unverantwortlich, dass er einfach irgendetwas erzählt, was er gar nicht umsetzen möchte? Ist es das, was Sie Ihren Wählern gerade damit deutlich machen wollten? – Vielen Dank! [Beifall bei der AfD]

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