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Cornelia Seibeld

04.12.2025 Sitzungen 19/76

Herr Senator, bitte schön! Bürgermeister Stefan Evers (Senatsverwaltung für Finanzen): Vielen herzlichen Dank auch für diese Frage, denn sie gibt Gelegenheit, deutlich zu machen, wie der Senat sich Olympische Spiele in Berlin vorstellt, nämlich in jeder Hinsicht nachhaltig und sozial gerecht. [Vereinzelter Beifall bei der CDU – Zuruf von den GRÜNEN] Es geht hier um ein Großereignis, das natürlich vor allem, aber bei Weitem nicht nur ein sportliches Großereignis ist. Ich weiß nicht, ob Sie die Bilder aus Paris, ob Sie diese beeindruckenden Bilder bereits verdrängt haben. Ich für meinen Teil erinnere mich sehr wohl daran, in welcher Art und Weise die Durchführung dieser Olympischen Spiele eine wirklich diverse Stadt- und Metropolgesellschaft zusammengeführt hat – in einem gemeinsamen Bewusstsein und einem gemeinsamen Stolz darauf, Gastgeber dieser Spiele, Gastgeber der Welt in Paris zu sein. Genau dieses Beispiel animiert uns, auch hier in Berlin mit der Bewerbung für Olympische Spiele zu zeigen, wie wir durch die Bewerbung für Olympische Spiele und deren Durchführung in der Zukunft dazu beitragen können, dass wir auf ein gemeinsames stadtgesellschaftliches Ziel hinarbeiten können. Dass wir zeigen, was nicht nur im Sport, sondern was in dieser Stadt steckt. Da gebe ich dem Bundeskanzler, der gestern hier auch bei uns im Berliner Senat zu Gast war, vollkommen recht: Berlin ist alles zuzutrauen, und das sehen wir auch so. [Kristian Ronneburg (LINKE): Ja, genau! – Tobias Schulze (LINKE): Nur kein Fußballstadion für Union oder Hertha!] Wir sehen die Kraft, wir sehen den Impuls, wir sehen die Möglichkeiten, die in Olympischen Spielen für Berlin, für unsere Stadtgesellschaft, gerade für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt stecken. Natürlich ist dies eine Bewerbung, die von einem ganz anderen Konzept getragen ist, als es das bei der Megalomanie anderer Olympischer Spiele in der Vergangenheit gegeben haben mag. Wir sind ein Gegenentwurf dazu, und genau deswegen wird die Berliner Bewerbung auch großes Interesse finden, wie wir hören. Ich will aber auf einen weiteren Punkt eingehen: Sie sagen, dass es hier ein Gegeneinander gebe. Das eine sei aussichtslos, das andere sei aussichtsreich. Da würde mich Ihre Einschätzungsgrundlage sehr interessieren. [Kristian Ronneburg (LINKE): Das sagt doch der Regierende Bürgermeister!] Ich bin jetzt nicht derjenige, der hier frageberechtigt ist, [Zurufe von den GRÜNEN und der LINKEN] aber wir haben keinerlei Erkenntnisse dazu, dass es ein Desinteresse an einer Bewerbung Berlins an Olympischen Spielen gäbe. Das Gegenteil ist der Fall. Wir erhalten durchweg positive Signale dazu. Gerade deswegen lohnt es sich hier nicht, in ein Gegeneinander zu verfallen, [Kristian Ronneburg (LINKE): Das macht doch genau der Senat!] sondern an einem Strang zu ziehen, nach vorn zu schauen, mit Stolz und Selbstbewusstsein deutlich zu machen, wofür Berlin steht, [Zuruf von den GRÜNEN] was in dieser Stadt steckt, was wir gemeinsam bewegen können. Das ist, glaube ich, ein Anliegen, das alle Demokraten in dieser Stadt vereinen sollte, anstatt sie zu spalten. [Vereinzelter Beifall bei der CDU und der SPD]

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