Benedikt Lux
Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Berlins Küche, Berlins Essen ist toll. Vom Döner über Falafel, Currywurst, Pizza, Pasta ist alles dabei. Und immer mehr Menschen essen nicht mehr zu Hause, sondern draußen. Die Gastronomie in Berlin boomt, und sie kann sich wirklich sehen lassen. Und es ist selbst der extremen Rechten hier wichtig, Transparenz zu haben, damit ihr Eisbein und ihr Sauerkraut nicht vergammelt auf den Tisch kommt. Das ist ja auch schon eine Erkenntnis. Aber die Berlinerinnen und Berliner erwarten nicht nur eine effektive Verwaltung, sie erwarten auch Informationen. Gerade Verbraucherinnen und Verbraucher, die wir schützen wollen, die sich nicht selber darum kümmern, wie gut die Qualität ihres Essens ist, wollen informiert werden. – Und ich frage Sie, Herr Kollege von der CDU: Was ist denn so schwer daran? Wo liegt denn das Problem, wenn Lebensmittelkontrolleure beim Sushiladen oder einem Ristorante vorbeigehen und dann feststellen: Mensch, hier waren mal wieder die Maden auf dem Tisch, oder die Küche ist eklig – und das amtlich feststellen? Wo ist denn das Problem dabei, das nicht nur gegenüber dem Restaurant auszusprechen, sondern das auch zu dokumentieren, das transparent zu machen, da einen Aufkleber mit dem Smiley oder einen Transparenzbarometer hinzuhängen, damit die Kundinnen und Kunden in dieser Stadt informiert sind? Wir sind doch alle dafür, dass Verbraucherinnen und Verbraucher geschützt werden. Wir sind doch dafür, dass die schwarzen Schafe, die es unter den Berliner Gastronomen natürlich auch gibt, darunter leiden, dass die eine Sanktion spüren. Sie sind doch immer – das geben Sie jedenfalls vor – die Partei von Law and Order, von Rechtsstaat. Aber jetzt machen Sie da eine Kontrolle, und keiner kriegt das mit, außer der Gastronom selber. Seine Kundinnen und Kunden denken immer noch: Mensch, schmeckt ja klasse hier. – Dabei ist das Essen vergammelt. Nichts passiert. Keine Sanktionen, gar nichts. Das ist wirklich Wattebauschwerferei. [Beifall bei den GRÜNEN – Beifall von Katrin Seidel (LINKE)]
