Jörg Stroedter
Also ich glaube, dass das viele machen werden. Ich sage nicht, dass das alle machen werden. Aber Sie haben eine ganz andere Zielgruppe. Ihre Zielgruppe ist Friedrichshain-Kreuzberg. Dort wohnen relativ wohlhabende Leute, die haben vielleicht kein Problem. Ich kann nur sagen, in den Außenbezirken, wo meine Zielgruppe ist, für die ist das wichtig, dass die Restaurantpreise sinken. Ich denke auch an die Restaurants. Denen geht es nicht gut. Seit Corona hat sich vieles verändert. Erst mal gehen weniger Leute essen – es gibt auch übrigens heute noch Leute, die Angst haben, in ein Restaurant zu gehen; es gibt immer noch das Thema Corona –, und dann haben wir das Thema Personal. Viele sind ausgestiegen und sind nicht mehr im Service tätig, weil zwischendurch ihre Geschäftsgrundlage einfach entfallen war. Deshalb ist das ein ganz wichtiger Punkt, und diese Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt – und das ist auch die Unterstützung, die wir im Berliner Senat haben –, dass wir dafür sorgen, dass sich wirtschaftspolitisch in diesem Land etwas bewegt, was ja bei der allgemeinen internationalen Lage nicht einfach ist. Dazu ist das ein Baustein, und das ist nicht nur ein Thema des DEHOGA, sondern es ist auch ein Thema von uns, das entsprechend zu machen. Deshalb, glaube ich, ist das eine echte Chance, dort etwas zu erreichen. Viele Betriebe haben große Probleme. Wir müssen dafür sorgen, dass der Umsatz steigt, und der Umsatz steigt natürlich am ehesten, wenn die Preise entsprechend runtergehen werden. Und ich glaube, dass das auch in vielen Restaurants der Fall sein wird. Deshalb finde ich es gut, dass die Bundesregierung das macht. Ich finde es gut, dass der neue Bundesfinanzminister das erkannt hat. Der Berliner Senat und die Koalitionsfraktionen stehen hinter dieser Debatte. Ich fand jetzt wirklich die Position der AfD auf der einen und die Position, die Sie hier bei den Grünen vertreten haben, auf der anderen Seite erstaunlich. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Deshalb bitte ich darum – –
