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Christian Gaebler

09.10.2025 Sitzungen 19/72

Vielen Dank, Herr Präsident! – Meine Damen und Herren Abgeordnete! Frau Abgeordnete Leschewitz! Sie haben gerade zwei Hochhausprojekte ein bisschen durcheinandergeworfen. Ich versuche, das trotzdem zu beantworten. Es geht zum einen um The HUB, das Vorhaben der Anschutz Entertainment Group direkt am Bahnhof Warschauer Straße. Das Projekt verfolgt einen integrativen Ansatz, indem es den Übergang vom U-Bahnhof zum S-Bahnhof und die dortige Platzsituation, die aktuell tatsächlich nicht besonders zufriedenstellend ist, städtebaulich durch eine Überbauung und eine entsprechende Belebung aufwerten will, was städtebaulich vom Ansatz her erst mal interessant ist, allerdings aufgrund der relativ nahen Situation zum vorhandenen Amazon-Tower, also dem EDGE East Side, vermutlich planungs- und baurechtlich nicht so einfach zu bewerkstelligen ist. Die Anschutz Entertainment Group hat das jetzt im Baukollegium vorgestellt. Es gab dort entsprechende Diskussionen dazu, wo das Ganze dann allerdings auch kritisch gesehen wurde. Die Empfehlung war, dass Standort und Programm noch einmal überprüft werden sollen, bevor das architektonisch vertieft wird, und dass alle beteiligten Akteure sich noch einmal abstimmen, was überhaupt an der Stelle möglich ist oder nicht. Das, was Sie ansprechen, wo es tatsächlich um Fragen der konkreten Höhe geht, ist ein weiteres Hochhausprojekt im weiteren Verlauf der Rudolfstraße. Da geht es tatsächlich um die Frage der Bebauung eines Areals, für das der Bezirk ursprünglich ein Gewerbevorhaben mit relativ flacher Bebauung vorgesehen hat. Aus Sicht der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist dieser Standort damit aber nicht entsprechend gut ausgenutzt. Wir müssen sehen, dass wir, wenn wir sagen, wir wollen wenig Flächeninanspruchnahme in der Stadt haben, nachhaltig sein und wenig Neuversiegelung haben, dann eben stärker in die Höhe gehen müssen. Zweitens müssen wir überlegen, dass wir Standorte, die sehr gut infrastrukturell angebunden sind, intensiver nutzen und dort keine zweistöckige Gewerbebebauung machen, wie es ein bezirkliches Konzept vorsah. Deswegen hat der Senat nach Anweisung an den Bezirk, dort eine größere Geschossflächenzahl, auch mit einer Wohnnutzung, ins Auge zu fassen, gesagt, dass er das Projekt an sich zieht. Deswegen wird das von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bearbeitet. In dem Zusammenhang gibt es von den Eigentümern den Plan, dort ein Wohnhaus mit einem großen Anteil bezahlbarem, also sozial gefördertem, Wohnraum zu errichten. In dem Zusammenhang gab es dann eine Vorstellung im Baukollegium, wo über Höhen gesprochen wurde. Das Baukollegium hat dort gesagt, es hätte gern eine Abstufung, damit nicht alle Häuser in dem Umfeld gleich hoch sind. Es ist ja noch ein weiteres Hochhaus auf der anderen Seite der Bahn an der Revaler Straße geplant. Der Auftrag an ein Werkstattverfahren, das stattgefunden hat, war dann, dass man sich durchaus an den 90 Metern bis 120 Metern im Umfeld orientiert. Im Ergebnis hat dann der Wettbewerb, dieses Werkstattverfahren, dazu geführt, dass dort aus architektonischen Gründen ein deutlich höheres Hochhaus vorgeschlagen wird. Das hat nämlich den Vorteil, dass der Turm wesentlich schlanker sein kann, wenn man die entsprechenden Geschossflächen unterbringen will. Was auch Thema ist, nämlich wie massiv eigentlich das Grundgebäude ist, das unten am Boden steht, wie hoch es sein muss, wie stark die Barrierewirkung zur Bahn ist und wie es Sichtbeziehungen auf das Areal dahinter beeinträchtigt, hat offensichtlich das Baukollegium dazu gebracht, dass geteilte Meinungen dazu bestanden, ein Teil aber gesagt hat: Dieser schlanke, schmale Turm ist in der deutlich höheren Ausprägung auch akzeptabel, weil es dann eine gelungenere Gesamtgestaltung ist. Das ist der aktuelle Sachstand. Wir werden uns mit den Beteiligten weiter darüber unterhalten, wie das jetzt umzusetzen ist und wie die Hinweise, die das Baukollegium gegeben hat, hier aufgenommen werden können. Dann wird es sicherlich weitere Überlegungen zu einer Anpassung geben.

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