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Iris Spranger

09.10.2025 Sitzungen 19/72

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir wollen das größte Sportereignis der Welt, die Olympischen und Paralympischen Spiele, nach Berlin holen, weil sie ein Gewinn für diese Stadt sind, für die Berlinerinnen und Berliner, für die Sportlerinnen und Sportler im Breiten- und im Profisport, für die gesamte Stadtgesellschaft. Berlin ist bereits deutsche Sporthauptstadt und spielt in der obersten Liga mit. Statt in kleinkarierten Denkmustern und in einer permanenten Verweigerungshaltung zu verharren und wirklich jede Vision für Berlin, für eine Stadtentwicklung im Keim zu ersticken, müssen wir den Mut zur Gestaltung zeigen. [Beifall bei der SPD und der CDU – Zuruf von der LINKEN] Olympische und Paralympische Spiele in Berlin sind kein Prestigeobjekt, sondern eine große Chance für barrierefreie Infrastruktur, für neue Sportstätten, für bezahlbaren Wohnraum, für eine nachhaltige Stadtentwicklung. [Katina Schubert (LINKE): Glauben Sie doch selbst nicht!] Damit meine ich nicht etwa Bullerbü, nicht die Verpollerung der Bundeshauptstadt, [Zuruf von Silke Gebel (GRÜNE)] sondern eine funktionierende und für alle Generationen, für alle sozialen Schichten lebenswerte internationale Metropole in der Innenstadt und den Außenbezirken gleichermaßen. [Beifall bei der SPD und der CDU] Am 30. September hat der Senat von Berlin die gemeinsam vom Regierenden Bürgermeister und mir eingebrachte Senatsvorlage – eine Doppelkopfvorlage – zum weiteren Bewerbungsprozess verabschiedet. Damit haben wir die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Bewerbung mit unserem länderübergreifenden nationalen Konzept BERLIN+ geschaffen. Wir wollen die Spiele nach Deutschland holen, und wir wollen sie nach Berlin holen. Unser Konzept BERLIN+ bindet vier Regionen, nämlich Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und eventuell auch Nordrhein-Westfalen, – Ost und West gemeinsam – miteinander und nicht gegeneinander! [Vereinzelter Beifall bei der SPD und der CDU] Das ist 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ein wichtiges Signal, ein Zeichen der Solidarität. Hier bewirbt sich nicht Berlin allein. Mit uns kämpfen viele Städte und Regionen um die nationale Bewerbung und Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele. Deshalb erhält unser Konzept auch bundesweit viel Unterstützung. Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind das größte Sportereignis der Welt. Berlin ist nicht nur Bundeshauptstadt, sondern auch – ich erwähnte es bereits – internationale Sporthauptstadt. Berlin ist mit seinen Erfahrungen in der Ausrichtung von internationalen Sportgroßveranstaltungen der perfekte Ort für Spiele. – Halten wir doch noch mal fest, dass trotz aller Mäkeleien und reflexartiger Ablehnung von Grünen und Linken gegenüber einer Olympiabewerbung im Land Berlin in den letzten Jahren mehrere Sportgroßveranstaltungen erfolgreich zum Vorteil unserer Stadt durchgeführt wurden. [Beifall bei der SPD und der CDU – Zuruf von Kristian Ronneburg (LINKE)] Vor allem: Vor nicht einmal drei Wochen hat die Sportwelt auf den Berlin-Marathon geschaut, mit 80 000 Teilnehmenden aus 160 Nationen. Unzählige Fans aus aller Welt konnten die einmalige Marathonatmosphäre in unserer Stadt Berlin erleben. Einige von Ihnen haben selbst daran teilgenommen und standen wie Hunderttausende andere Zuschauende an der Strecke und haben die Teilnehmenden begeistert angefeuert. Der Spirit des Marathons trägt sich über das ganze Jahr durch die Stadt, vom Halbmarathon bis zum Silvesterlauf. In vier Wochen haben wir im Olympiastation die NFL-Premiere, wenn die Colts gegen die Falcons vor ausverkauftem Haus antreten. [Zuruf von Kristian Ronneburg (LINKE)] Tausende Berliner Sportfreunde fiebern schon jetzt dieser Veranstaltung entgegen, und es werden Millionen am Fernseher sein, die das sehen wollen. Die NFL in Berlin ist mit zahlreichen Förderprogrammen und Aktionen für den Breiten-, Schul- und Inklusionssport verbunden, die wir gerne unterstützen. Das ist ein Beispiel dafür, wie Spitzensport breiten Mehrwert in unterschiedlichen Bereichen unserer Stadtgesellschaft schafft. Erinnern Sie sich – das ist hier gerade schon oft gefallen – an weitere Beispiele, bei denen der Sport und unsere Stadt begeistert haben: an die Special Olympics World Games 2023, an die UEFA EURO 2024 und die Universiade in diesem Jahr. Das waren alles Ereignisse, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, bei denen viele von Ihnen auch gerne vorbeigeschaut haben, [Zuruf] um ein wenig internationales Sportflair einzuatmen, auch wenn Ihr Beitrag zu diesen tollen Veranstaltungen meist nur wieder Mäkelei war. Ich kann Ihnen sagen: Die Berlinerinnen und Berliner sehen die Dinge im Sport grundsätzlich anders als Sie. [Zuruf von Kristian Ronneburg (LINKE)] Berlinerinnen und Berliner begeistern sich für den internationalen Spitzensport und für den Breitensport. 2 300 im Landessportbund registrierte Sportvereine mit mehr als 809 000 Mitgliedern, vom Judo bis zum Rudern, vom Inklusionssport bis zum Seniorensport – diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und die Tendenz ist steigend. [Beifall bei der SPD und der CDU] Die Rahmenbedingungen für Olympia und Paralympics stimmen in unserer Stadt: Sport auf höchstem Niveau, die vorhandenen Sportstätten, die verkehrliche Infrastruktur, die Begeisterung unserer Bürgerinnen und Bürger für den Spitzensport.

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