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Dennis Buchner

SPD 09.10.2025 Sitzungen 19/72

Mir ist jedenfalls bekannt, dass offensichtlich in Rostock verstanden wurde, dass Olympische und Paralympische Spiele am eigenen Ort eine gnadenlos gute Chance für die wirtschaftliche und für die sportliche Entwicklung sind, für die Sportstätten in und um Rostock. [Vereinzelter Beifall bei der SPD – Beifall bei der CDU – Kristian Ronneburg (LINKE): Das ist keine Antwort auf meine Frage!] Im Übrigen: Wenn Sie noch einmal in das „BERLIN+“- Konzept reinschauen würden und die Verbindungen sehen würden, die wir unter anderem mit Brandenburg, Sachsen und für den Reitsport sogar mit Nordrhein-Westfalen hergestellt haben, dann geht es ja bei unserem „BERLIN+“-Konzept gerade darum, eben nicht in den Neubau von Sportstätten oder von großen Arenen und Veranstaltungsstätten investieren zu müssen, wie Sie hier immer wieder unterstellen. Insoweit hat Berlin ein sehr verantwortungsvolles Konzept vorgestellt, Olympische und Paralympische Spiele mit unseren Partnerinnen und Partnern so zu organisieren, dass sie ohne erhebliche Infrastrukturkosten durchgeführt werden können. Diese Koalition will Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland, und zwar gerne in Berlin. Wir wollen sie unter fairen Bedingungen mit dem Bund und mit dem IOC. In der Tat: Das eine oder andere kann man kritisieren, übrigens auch die Frage, warum DOSB und Bund nicht einfach mal entscheiden, dass man sich mit einer Bewerberstadt für Olympische und Paralympische Spiele bewirbt, und jetzt wieder sozusagen einen Wettkampf unterschiedlicher Regionen organisieren. Aber Berlin will nachhaltige Spiele ohne Gigantismus, und so ist auch das Konzept, das wir vorgelegt haben. Wir wollen die Spiele als Treiber für die sportliche, gesellschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung der Stadt nutzen, in einem breiten Prozess und gemeinsam gestaltet, und das ist eben auch Fortschritt. Nein, auch in einer Stadt wie Berlin kann nicht immer alles bleiben, was „so ist“. Auch wir müssen spannende Veranstaltungen organisieren. Das gilt auch für den Sport, und das tun wir mit Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Das haben wir mit den Special Olympics bewiesen, und Olympische und Paralympische Spiele in einigen Jahren sind eben eine weitere Möglichkeit, die Stadt weiterzuentwickeln und interessant zu halten. Und dafür stehen wir. [Beifall bei der SPD – Vereinzelter Beifall bei der CDU] Ich will abschließend auch noch wenige Worte zu diesem Missbilligungsantrag gegen die Senatorin sagen. Erstens wurde uns schon sehr transparent gemacht – und zwar von Mitarbeitenden aus der Verwaltung –, dass es aufgrund der zahlreichen Berichtsaufträge zeitlich eng wird. Ich selbst hatte das im Sportausschuss auch protokollrelevant erwähnt. Es gab bei Linken und Grünen keine Bereitschaft, den Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung entgegenzukommen, und es war sicherlich ein Fehler von mir, dass ich das nicht einfach zur Abstimmung gestellt habe, denn dann hätte es vermutlich im Ausschuss auch eine Mehrheit dafür gegeben, dass die Ablieferung am Montag in Ordnung ist. [Zuruf von Vasili Franco (GRÜNE) – Anne Helm (LINKE): Das ist aber auch ein seltsames Verständnis vom Königsrecht des Parlaments!] Zweitens: Im Sportausschuss gab es eine Verzögerung von Freitag auf Montag. Mir sind inzwischen mindestens drei weitere Ausschüsse bekannt geworden, in denen die vereinbarte Frist teilweise um weit mehr als einen Arbeitstag gerissen wurde. [Zurufe von den GRÜNEN] Hier soll aber offensichtlich nicht missbilligt werden. Sie haben sich also eine Senatorin herausgeschossen, weil Ihnen das politische Projekt nicht passt. Es geht nicht um die Frage, ob ein Berichtsauftrag oder die Beantwortung ein paar Tage oder Stunden zu spät abgeliefert wurde, sondern es geht Ihnen um haltlose Vorwürfe und Anwürfe gegen unsere Senatorin. [Werner Graf (GRÜNE): Nicht ganz zugehört!] Deswegen werden wir diesen Antrag ablehnen. Gute Reise, wenn Sie dann gleich versuchen, mit der AfD gemeinsam eine Mehrheit dafür zu finden. [Beifall bei der SPD und der CDU – Zurufe von den GRÜNEN]

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