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Dr. Bahar Haghanipour

25.09.2025 Sitzungen 19/71

Für die SPD-Fraktion hat nun die Abgeordnete Dr. Lasić das Wort. – Bitte schön! Dr. Maja Lasić (SPD): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! – Liebe Franziska Brychcy! Danke, dass Sie das Thema der Berliner Schulstruktur in die Debatte in unserem Hohen Haus hineintragen! Mein Empfinden ist, dass wir vergessen haben, uns über die Schulstruktur zu streiten. Die großen Debatten zu Zeiten der Abschaffung der Haupt- und Realschule liegen fast 20 Jahre zurück. Damals ging es in diesem Haus ganz hoch her. Aber auch die kleineren Debatten zu Zeiten, als wir dann gemeinsam die gesetzliche Verankerung der Gemeinschaftsschulen erreicht haben, sind schon acht Jahre alt. Es ist an der Zeit, dass wir uns mit dem Status quo der Struktur unserer Landschaft auseinandersetzen und uns fragen, ob es weiterer Reformen bedarf. Beim Status quo sieht man ungefähr eine Gleichverteilung zwischen den beiden Säulen Gymnasien versus ISS plus Gemeinschaftsschulen. Wer keine Leidenschaft für Bildung hat, könnte sagen: Ist doch alles gut gerade! – Wenn das Herz aber für Bildungsgerechtigkeit brennt, muss man an verschiedenen Stellen feststellen, dass es noch sehr viel weiterzuentwickeln gibt. Beispiel eins, Neubau von Schulen: Berlin muss davon wegkommen, den Bedarf an Oberstufenplätzen gleichzusetzen mit Gymnasialplätzen. Das aktuelle Monitoring setzt diese beiden Zahlen mehr oder weniger gleich, was zur Folge hat, dass, um Oberstufenplätze zu generieren, aktuell viel mehr Plätze an Gymnasien geplant werden und damit das Gymnasium in der Priorisierung weit nach oben gerutscht ist. Das ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Berlin braucht ein neues Instrument, das hilft, besser zu monitoren, wie viele Schüler ihr Abitur in zwölf und wie viele Schüler ihr Abitur in 13 Jahren schaffen wollen. Das prüfen wir aktuell gar nicht.

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